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Trojaner

Bei einem sogenannten Trojaner handelt es sich um spezielles Programm, das sich unbemerkt in Computersysteme einschleicht und dort als Malware bestimmte Funktionen im Hintergrund ausführt. Trojaner sind einst als ein reines Schadprogramm entwickelt worden, um Computer-Usern und Unternehmen einen Schaden zuzufügen. Unter den Trojanern gibt es Funktionen, die ganze Festplatten löschen oder zerstören, Netzwerksysteme zum Erliegen bringen oder einzelne Datenspeicherungsstrukturen blockieren.

Mittlerweile werden durch Trojaner die unterschiedlichsten Unterprogramme unbemerkt auf Rechnern installiert, wie zum Beispiel ein Keylogger zum Ausspionieren von Passwörtern und Zugangsdaten oder ein Sniffer, der als reines Spionageprogramm sensible Daten in Netzwerken für andere einsehbar macht. Heute gibt es zudem Trojaner, die eigens dafür entwickelt wurden, um das Konsumverhalten von Internet-Usern zu beobachten. Dies verhilft den Versendern von Trojanern dazu, gezielt ihre Werbung den Ansprüchen und Bedürfnissen potenzieller Kunden anzupassen und ihre Werbung entsprechend zu verteilen. Letzteres kann wiederum über einen Trojaner auch ohne vorherige Ausspähung geschehen. Hier ist die Funktion eines Trojaners so programmiert, dass er während Online-Sitzungen diese permanent durch das Anzeigen von Werbung unterbricht und/oder stört.

Trojaner sind meist in Dateien zum Download versteckt, die vorgeben, für den Internet-User einen Vorteil zu ergeben. Vor allem in Gratis-Downloads sind Trojaner-Codes zahlreich zu finden. Er ist leicht zu verbreiten, vermehrt sich rasant schnell durch Computerverbindungen oder das Einschleichen in andere Dateien, die an weitere Internet-User versendet werden.