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Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich für 2018

Ein wirkungsvolles Vorsorgeinstrument zur Absicherung vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit finden Verbraucher in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, auch BU, BU Versicherung, BUV und Berufsunfähigkeit Versicherung genannt, springt im Fall der Fälle ein und zahlt Monat für Monat eine Berufsunfähigkeitsrente in vereinbarter Höhe an den Versicherungsnehmer aus. Wegen der Einkommenssicherungsfunktion, die Berufsunfähigkeitsversicherungen erfüllen, gilt eine BU als der fundamentale Baustein einer nachhaltigen Vorsorge- und Finanzplanung.

Tipp

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Die tragende Rolle einer BUV wird deutlicher, wenn man sich vor Augen führt, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht nur gegenwärtiges, sondern auch zukünftiges Einkommen im Falle einer Berufsunfähigkeit absichert. Denn Berufsunfähige, die mit einer Berufsunfähigkeits Versicherung abgesichert sind, müssen nicht die Ersparnisse für das Alter auflösen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Bei entsprechender Ausgestaltung der BU-Police können sie sogar auch während der Berufsunfähigkeit Vermögen für das Alter aufbauen.

Ohne Berufsunfähigkeitsversicherung droht Betroffenen der Sozialfall

Den Aufbau einer sicheren Altersvorsorge können von Berufsunfähigkeit betroffene Menschen ohne die Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel nicht leisten. Mit der staatlichen Erwerbsminderungsrente können sie meist nur von der Hand in den Mund leben. An Sparen für das Alter ist da nicht zu denken. Rund 600 Euro zahlt die gesetzliche Rentenversicherung im Durchschnitt an Berufsunfähige aus. Zum Vergleich: Das steuerliche Existenzminimum liegt bei knapp 670 Euro.

Einer besonders großen Versorgungslücke sehen sich Berufsanfänger gegenüber. Denn Ansprüche auf die Erwerbsminderungsrente haben nur gesetzlich Versicherte, die die Wartezeiten erfüllen. Konkret müssen in den letzten fünf Jahren vor der Erwerbsminderung drei Jahre mit Pflichtbeiträgen auf dem Konto gespeichert sein. Berufsanfängern droht daher der Sozialfall, wenn bei ihnen vor Erfüllung der Wartezeiten Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Sie bekommen in der Regel nichts von der gesetzlichen Rentenversicherung.

Jeden Vierten trifft Berufsunfähigkeit

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, vergleichsweise hoch. Statistisch gesehen scheidet jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seiner Erwerbsbiographie wegen Berufsunfähigkeit aus dem aktiven Arbeitsleben aus. Zu vielen Menschen ist diese Statistik aber noch nicht durchgedrungen. Denn das Gros der Erwerbstätigen hat noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Rund 30 Millionen von ihnen haben keine BUV. Diesen Menschen kann man nur raten, den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ins Auge zu fassen – und das möglichst frühzeitig.

Denn in der BU gilt: Je früher man bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung einsteigt, desto besser ist es für die Versicherten. Hierfür sprechen mehrere Aspekte: Zum einen wird für junge Versicherte der Risikobeitragsanteil für die BU günstiger kalkuliert. Darin spiegelt sich der gute Gesundheitszustand und in Verbindung damit das vergleichsweise niedrige Berufsunfähigkeitsrisiko junger Versicherter wider. Versicherte, die dagegen erst mit 40 Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, müssen für den Schutz vor der Berufsunfähigkeit deutlich tiefer in die Tasche greifen als 30-Jährige. Erwartungsgemäß steigt das Risiko einer Berufsunfähigkeit mit zunehmendem Alter.

Junge Versicherte seltener von Risikozuschlägen betroffen

Zudem sind junge Verbraucher aufgrund weniger Vorerkrankungen seltener von Risikozuschlägen oder Ausschlüssen bestimmter Krankheitsbilder betroffen. Risikozuschläge haben höhere Versicherungsprämien für die BU zur Folge. Damit decken Berufsunfähigkeitsversicherungen das erhöhte Risiko der Berufsunfähigkeit bei Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ab. Bei einem Risikoausschluss wird der Versicherungsschutz zurechtgestutzt. Wird der Versicherte infolge einer ausgeschlossenen Krankheit berufsunfähig, muss die Berufunfähigkeit Versicherung nicht leisten. Wer in jungen Jahren eine BUV abschließt, hat in der Regel gute Chancen eine BU zu bekommen, ohne dabei Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse in Kauf nehmen zu müssen.

Das drastischste Mittel, zu dem Berufsunfähigkeitsversicherungen greifen, ist die Ablehnung. Bei einer Ablehnung verweigert die Berufsunfähigkeitsversicherung den Berufsunfähigkeitsschutz. Verbraucherschützer empfehlen Betroffenen, sich von einer Ablehnung nicht abschrecken zu lassen und sich bei anderen Berufsunfähigkeitsversicherungen um eine BU zu bemühen. Schließlich hat jeder Anbieter einer Berufsunfähigkeitsversicherung seine eigenen Grundsätze im Umgang mit Vorerkrankungen.

Gesundheitsfragen sorgfältig beantworten

Ob und zu welchen Bedingungen Berufsunfähigkeitsversicherungen BU Schutz gewähren, entscheidet sich im Rahmen einer individuellen Gesundheitsprüfung. Dazu müssen Antragsteller eine Reihe von Gesundheitsfragen über sich ergehen lassen. Anhand ihrer Angaben wird das versicherungstechnische Berufunfähigkeit Risiko ermittelt und anschließend bewertet.

Verbraucher sollten die höchstmögliche Sorgfalt an den Tag legen, wenn es um die Beantwortung der Gesundheitsfragen geht. Wer hier mit falschen Karten spielt, setzt seinen Versicherungsschutz aufs Spiel. Denn wenn es einmal darum geht, ob eine Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt werden muss oder nicht, nehmen Berufsunfähigkeitsversicherungen den vermeintlichen Versicherungsfall genau unter die Lupe. Speziell ausgebildete Mitarbeiter stellen im Rahmen einer systematischen Leistungsprüfung alle relevanten Aspekte des BU Falls auf den Prüfstand. Dabei werden auch die Krankenakten des Versicherten studiert. Sollten die dortigen Angaben nicht deckungsgleich mit denen im BU Antrag sein, droht das böse Erwachen. Denn die Berufsunfähigkeit Versicherungen können bei Falschangaben vom Vertrag zurücktreten. Betroffene stehen dann trotz BU-Police ohne BUV Schutz da.

BU Schutz für das gesamte Erwerbsleben

Für einen adäquaten BU Schutz sollten Verbraucher einige Punkte beachten. Eine wichtige Bedeutung kommt der richtigen Versicherungsdauer zu. Die Versicherungsdauer sollte so gewählt sein, dass die gesetzliche Altersrente sich nahtlos an die private Berufsunfähigkeitsversicherung anschließt. Für die Jahrgänge ab 1964 bedeutet das, dass sie ihre BUV mit dem Endalter 67 abschließen sollten. Denn diese Personengruppen werden erst mit Vollendung des 67. Lebensjahres die gesetzliche Altersrente beziehen können. Also brauchen sie bis zu diesem Zeitpunkt eine Berufsunfähigkeitsversicherung, um die bestehenden Versorgungslücken wirksam und dauerhaft zu schließen.

Wer zugunsten niedrigerer Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung ein niedrigeres Endalter, zum Beispiel 60 Jahre, wählt, macht einen strategischen Fehler. Denn bei Altersklassen ab 60 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit rapide an. Um so wichtiger ist es, dass der BU Schutz die 60plus Lebensjahre erfasst.

Berufsunfähigkeit in angemessener Höhe absichern

Wichtig ist auch die Bestimmung des angemessenen Absicherungsniveaus. In welcher Höhe sollte man sich gegen Berufsunfähigkeit versichern? Dazu gilt es, sich mit der eigenen Versorgungslücke auseinanderzusetzen. Den maßgeblichen Orientierungspunkt hierfür liefert das gegenwärtige Netto-Einkommen. Im nächsten Schritt sind vom Netto-Einkommen alle Einkünfte abzuziehen, die bei einer Berufsunfähigkeit zur Verfügung stehen würden. Hier ist insbesondere an die staatliche Erwerbsminderungsrente zu denken. Ob bereits ein Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente besteht, können gesetzlich Versicherte in ihrer Renteninformation, die jährlich von der gesetzlichen Rentenversicherung versandt wird, einsehen.

Vom Netto-Einkommen sind auch noch etwaige betriebliche Rentenleistungen abzuziehen. Viele Arbeitnehmer sind schließlich im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) gegen Berufsunfähigkeit abgesichert. Auch andere Vermögensbestände, die bei Berufsunfähigkeit aufgelöst werden können, sollten in die Rechnung mit eingehen. Nicht zu vergessen ist der Abzug von Ersparnisbeträgen, die sich aus dem Wegfall arbeitsbedingter Kosten ergeben.

Tipp

Mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung: FAQ und allgemeinen Informationen