Auch „Kopfarbeiter“ können berufsunfähig werden

Menschen mit Schreibtisch-Jobs nehmen oft an, dass das Thema Berufsunfähigkeit sie nicht betrifft. Jedoch können nicht nur körperlich arbeitende Menschen durch Krankheit daran gehindert werden, ihren Beruf weiter auszuüben. Doch die eigene Arbeitskraft ist ein wertvolles Gut. Daher ist eine Versicherung dieser Arbeitskraft wichtig. Sie hilft im Fall des Falles den gewohnten Lebensstandard halbwegs halten zu können.

Für wen lohnt sich eine Berufunfähigkeitsversicherung? Nutzt sie insbesondere körperlich arbeitenden Menschen, oder auch denjenigen, die am Schreibtisch sitzen?

Häufig denken Menschen mit Schreibtisch-Jobs, dass das Thema Berufsunfähigkeit sie nicht betrifft. Allerdings können nicht nur körperlich arbeitende Menschen durch Krankheit daran gehindert werden, ihren Beruf weiter auszuüben. Auch Büroangestellte und alle anderen Berufsgruppen können psychisch krank werden, Krebs bekommen oder durch eine Krankheit gehindert werden, einen geregelten Tagesablauf zu führen. Daher ist der Schutz gegen Berufsunfähigkeit ein "Jedermann-Schutz".

Außerdem stellt sich die Frage, wann die Versicherung abgeschlossen werden sollte. Viele Menschen schieben die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit raus. Denn der Schutz ist teuer und in jungen Jahren fehlen häufig die nötigen Mittel oder andere Dinge stehen auf der Liste der Ausgaben ganz oben.

Jedoch ist Berufsunfähigkeit keine Altersfrage. Auch mit Ende 20 kann man berufsunfähig werden und hat dann gar keinen Schutz. Dazu kommt, dass der Schutz spätestens nach dem 40. Geburtstag schwer zu bekommen ist - insbesondere, wenn dann die ersten Vorerkrankungen und körperliche Probleme angegeben werden müssen. Zudem ist es schlichtweg günstiger, wird der Vertrag möglichst früh abgeschlossen. Denn Früheinsteiger starten mit günstigen Tarifen, die nur langsam ansteigen. Dagegen müssen Spätstarter für den vergleichbaren Zeitraum deutlich mehr zahlen.

Vorerkrankungen angeben

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss bestimmte Gesundheitsbeeinträchtigungen und Vorerkrankungen angeben. Die falsche Angabe von Vorerkrankungen oder das Verschweigen gesundheitlicher Probleme ist einer der häufigsten Gründe für Streitigkeiten zwischen Versicherung und Versichertem. Die Devise lautet hier, lieber ein hundertprozentiger Schutz mit zehn Prozent Aufschlag als gar kein Schutz zum regulären Preis.

Anträge parallel stellen

Schwierig wird es bei schweren Vorerkrankungen, da man dann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass ein Berufsunfähigkeitsschutz schwer zu erhalten ist. Darum sollte man möglichst viele Anträge parallel stellen, um nicht nach einer Ablehnung von anderen Versicherern automatisch abgelehnt zu werden. Denn die Ablehnungen durch einen anderen Versicherer müssen in jedem Antrag angegeben werden.

Kommt dennoch kein Vertrag zustande, hilft nur eine Absicherung von Teilrisiken über andere Verträge. So sichern Erwerbsunfähigkeitspolicen und auch private Pflegeversicherungen das Risiko einer schweren Krankheit ab, die gar keine Berufstätigkeit mehr zulässt. Unfallversicherungen helfen dabei, das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch einen Unfall abzusichern und Dread-Disease-Policen sichern das Risiko ab, bei einer schweren Krankheit beruflich ins Hintertreffen zu geraten.

Daneben gibt es Grundfähigkeitsversicherungen, die den Verlust bestimmter Fähigkeiten, wie beispielsweise der Sehkraft, kompensieren. Alle diese Policen können allerdings eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur bedingt und auch nur in Ausnahmefällen ersetzen.

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