Verkehrsrecht Ratgeber

Das Verkehrsrecht befasst sich mit allen Sachverhalten, die mit dem Verkehr als Ortsveränderung von Menschen oder Waren in Verbindung stehen, und liefert dazu die passenden Rechtsnormen. Es werden durch die Gesetze des Verkehrsrechts sowohl das Privatrecht als auch Öffentliches Recht tangiert. Öffentliches Recht wird beispielsweise betroffen, wenn einem unter Alkoholeinfluss befindlichen Fahrer der Führerschein entzogen wird. Zum Privatrecht gehört beispielsweise der Schadensersatz, den ein Unfallverursacher bei einem klassischen Auffahrunfall mit Blechschaden zu leisten hat.

Verkehrsrecht regelt das Verhältnis der einzelnen Verkehrsteilnehmer untereinander auf allen möglichen Verkehrswegen Sein Geltungsbereich erstreckt sich auf das Straßenverkehrsrecht, den Luft- und Bahnweg, aber auch die Beförderung von Personen oder Gütern auf dem Wasserweg. Zudem setzt es den Verkehrsteilnehmer mit der öffentlichen Verwaltung in Beziehung, wenn es um die Einhaltung oder gegebenenfalls Sanktionierung von gesetzlichen Regelungen beziehungsweise Verordnungen geht.

Das Straßenverkehrsrecht in Deutschland

In Bezug auf das Straßenverkehrsrecht gibt es einen EU-Mindeststandard, aber auch eine spezielle Gesetzgebung für Deutschland. Es handelt sich um ein großes Feld, das Tatbestände aus dem Strafrecht ebenso umfasst wie Haftungsfälle, die Versicherungsproblematik sowie die Ordnungswidrigkeiten in Verbindung mit den dazugehörigen Maßnahmen wie Bußgelderhebung.

Neben dem Straßenverkehrsgesetz ist vor allem die Straßenverkehrsordnung (StVO) relevant. Sie ist für alle öffentliche Verkehrsbereiche gültig und enthält alle wichtigen Regeln, die die gemeinsame Nutzung von Straßen und Wegen sowie Plätzen so komfortabel und gefahrlos wie möglich machen. Im Wesentlichen beinhaltet die StVO Regelungen zu Geschwindigkeit und nötigen Verhaltensregeln wie Abstand oder besonderer Vorsicht beim Überholen oder Abbiegen. Die Verkehrszeichen sind ebenso Bestandteil wie Regelungen rund ums Halten beziehungsweise Parken sowie die verkehrsgerechte Beleuchtung. Auch die Bußgeldvorschriften sind in dieser Verordnung enthalten.

Bußgeldbescheid und Führerscheinentzug als Schwerpunkt im Verkehrsrecht

Bußgeldbescheide sind das markante Merkmal, mit denen Verkehrsteilnehmer konfrontiert werden, wenn sie gegen die Straßenverkehrsordnung als tragende Säule im Verkehrsrecht verstoßen. Während ein berechtigter Strafzettel für falsches Parken in Höhe von zehn Euro wohl jeder zahlt, lohnt es sich, bei höheren Bußgeldern genau hinzusehen. So kann das auferlegte Bußgeld für eine Überschreitung der Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften bis zu 600 Euro betragen, innerhalb sogar bis zu 680 Euro. Im Zweifel, ob der Bescheid richtig ist, kann der Gang zum Rechtsanwalt Klärung und manchmal sogar die Ersparnis des Bußgeldes bringen.

Besonders häufig wird der Anwalt für Verkehrsrecht aufgesucht, wenn der Führerscheinentzug droht. Hierfür gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder handelt es sich um einen gravierenden Verstoß gegen das Verkehrsrecht wie das Fahren unter Einfluss von Drogen, das zum sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis führt. Oder aber haben mehrere Verstöße das Punktekonto des Verkehrsteilnehmers so belastet, dass die Summe von acht Punkten erreicht ist, ab der ebenfalls der Führerschein eingezogen wird. Konkret bedeuten Bußgeldverfahren also nicht nur mitunter erhebliche finanzielle Einbußen. Sie führen über den Führerscheinentzug bei wiederholten oder drastischen Tatbeständen auch zu einem deutlich spürbaren Verlust an Lebensqualität. Besonders fällt dies ins Gewicht, wenn der Führerschein beruflich unbedingt benötigt wird. Diese Härtefälle oder jede Form von Zweifel an der Richtigkeit der Ordnungswidrigkeit und ihrer Sanktionierung machen unter Umständen den Gang zum Anwalt für Verkehrsrecht sinnvoll.

Rechtsanwalt für Verkehrsrecht finden

Als Teil des breitgefächerten Privatrechts nimmt das Verkehrsrecht einen wichtigen Stellenwert ein, der nicht nur vom vergleichsweise großen Instrument der Straßenverkehrsordnung, sondern auch von einer Vielzahl von kleineren Rechtsnormen geprägt ist. Weiterführende Kompetenz auf diesem Gebiet finden Suchenden in einer Kanzlei, in der auch ein spezialisierter Verkehrsrechtsanwalt tätig ist. Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht hat nach seinem erfolgreich bestandenen Studium einen Fachanwaltslehrgang absolviert, die dazu nötigen Prüfungen bestanden und eine vorgeschriebene Anzahl von Fällen auf dem Gebiet Verkehrsrecht absolviert. Einen solchen Spezialisten zu finden gestaltet sich relativ einfach: Zum einen ist die Fachanwaltsbezeichnung bereits auf Schildern oder im Rahmen des Internetauftritts von Kanzleien zu finden, zum anderen steht sie in den Gelben Seiten der Telefonbücher. Auch die Anwaltskammer hilft des Suchenden bei einem Fachmann für Verkehrsrecht in der heimischen Region weiter.

Die Kosten für eine Fachanwalt für Verkehrsrecht sind im Wesentlichen vom individuellen Einzelfall abhängig. Das beginnt schon bei den Differenzen in der von den Anwälten frei auszuhandelnde Gebühren für eine Erstberatung, die bis zu maximal 190 Euro kosten kann. Hinzu kommen Gebühren, die davon abhängig, inwieweit der Verkehrsrechtsanwalt für seinen Mandanten tätig werden muss. Von reinem Schriftverkehr mit der Gegenseite über die Einholung von Gutachten aus dem Verkehrsbereich bis zu Prozessvorbereitung, dem Gang vor Gericht und der eigentlichen Verhandlung ist die Bandbreite groß. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist in Anbetracht der nicht konkret abzusehenden Kosten daher mehr als sinnvoll.

Verkehrsrechtsschutzversicherung vergleichen und sparen

Wesentliches Sparpotenzial bietet es, die vielen am Markt befindlichen Produkte zum Verkehrsrechtsschutz im Hinblick auf das angebotene Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergleichen. Viel Komfort beim Vergleich der Verkehrsrechtsschutzversicherung und bei der Suche nach der bedarfsgerechten Lösung bietet der Vergleichsrechner von GELD.de.

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