Finanzkrise Deutsche fürchten um ihre Rente

Die Angst vor Altersarmut wächst. Vor allem sinkt das Vertrauen der Deutschen in die eigene Altersvorsorge. Das hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) mit seinem neuen, monatlichen erscheinenden, Vorsorge-Index herausgefunden. In Zeiten der Finanzkrise und düsterer Konjunkturprognosen schätzten viele Bürger ihren aktuellen und zukünftigen Lebensstandard realistischer ein.

Der DIA-Vorsorge-Index misst die Zuversicht und das Vertrauen in die unterschiedlichen Rentensysteme und hat herausgefunden, dass sich 46 Prozent der Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung Sorgen um ihre Ansprüche machen. Bei der privaten Altersvorsorge sind es nur 25 Prozent.

Zusätzlich trifft der Index Aussagen über die Aktivität der Deutschen für ihre Rente. Hier ließe sich eine positive Entwicklung feststellen. 22 Prozent derjenigen, die noch nicht ausreichend vorgesorgt haben, wollen in den nächsten zwölf Monaten mehr für ihre Altersvorsorge tun. Ausreichend abgesichert fürs Alter fühlen sich demnach nur 36 Prozent der Befragten. 2006 waren noch über 50 Prozent der Deutschen dieser Meinung. Die Schlussfolgerung des DIA lautet bei der Rente nicht allein auf den Kapitalmarkt zu setzen, sondern auf einen vernünftigen Mix aus privater, gesetzlicher und betrieblicher Altersvorsorge.