Laut Ulla Schmidt Pflegezustände skandalös

Dieser Aussage zugrunde liegt ein aktueller Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, welcher erschütternde Zustände in Heimen und bei der ambulanten Betreuung offenbart. Jeder dritte Pflegefall bekomme nicht genug zu essen und zu trinken, heißt es darin Zeitungsberichten zufolge. Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel beklagte Schmidt besonders große Mängel bei der medizinischen Versorgung in vielen Heimen.

Davon betroffen sind in Heimen 34,4 Prozent der Fälle, bei der ambulanten Pflege 29,6 Prozent. Hinzu kommt, dass keine angemessene Inkontinenzversorgung stattfindet und das wund liegen der Patienten durch nicht richtiges umbetten, auch Demenzkranke werden nicht ausreichend betreut.

Das der gesetzliche Höchstsatz für Pflegestufen, welcher immer noch eine riesige Kostenlücke für den Pflegebedürftigen bedeutet, eine enorme Rolle spielt, muss sicher nicht explizit erwähnt werden. Privat Krankenversicherte haben aber die Möglichkeit, der Versorgungslücke von bis zu 1.900 € mtl. entgegen zu wirken, mit einer entsprechenden Absicherung in Kombination zu Ihrer Krankenversicherung.

Aus der Sicht von Schmidt ist das Thema Pflege immer noch nicht in „der Mitte der Gesellschaft angekommen“. Der Präsident des Pflegeverbandes, Rolf Höfert, mahnte eine Reform der Pflegeversicherung an. Die Pfleger seien an den Grenzen ihrer Möglichkeiten angelangt, sagte Höfert am Freitag in einer Radiosendung. Die Erhöhung der Pflegebeiträge sei nicht ausreichend. „Es gibt auf der einen Seite gedeckelte Pflegesätze seit 1995, das muss man sich vorstellen im Vergleich zu allen Kostensteigerungen in anderen Leistungsbereichen (...) und auf der anderen Seite eine steigende Zahl von Pflegebedürftigen.“

Wir empfehlen daher denen, die bereits jetzt die Möglichkeit haben, sich privat krankenzuversichern Ihre Pflegeversicherung entsprechend anzupassen.