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Kaposi-Syndrom

Das Kaposi-Syndrom ist eine Krebserkrankung, die vor allem auch in Verbindung mit AIDS auftritt. Benannt wurde sie nach ihrem Entdecker, dem ungarischen Dermatologen Moritz Kaposi. Die Ursache für das Syndrom ist wahrscheinlich das Virus HHV Typ 8, ein Humanes Herpesvirus, im Zusammenhang mit weiteren Faktoren, zu denen Immunsuppression, oxidativer und nitrosativer Stress sowie Umweltfaktoren zählen. Die 1872 entdeckte Krankheit ist davon abhängig, dass der befallene Wirt ein geschwächtes Immunsystem besitzt. Das Kaposi-Syndrom tritt vor allem jenseits des fünfzigsten Lebensjahres und verstärkt bei Männern auf. Die Erkrankung äußert sich durch braun-violette Knötchen und Knoten an Händen und Füßen, die sich durch Wachstum und Bildung neuer Knoten ausweitet. Bei AIDS-Patienten ist das Kaposi-Syndrom der häufigste Tumor - der Verlauf der oft chronischen Krankheit ist hier meist atypisch, da sie sich auch in der Mundhöhle und im Verdauungstrakt zeigt. Auch die Bildung von Metastasen in Lymphknoten und der Befall von weiteren Organen mit der Ausweitung auf innere Organe sind möglich. Wichtig bei der Therapie der Krebserkrankung ist vor allem die Aufrechterhaltung der Funktion des Immunsystems. Dies wird oftmals durch eine Kombinationstherapie aus verschiedenen antiretroviralen Medikamenten erreicht. Tritt das Kaposi-Syndrom in Verbindung mit AIDS auf, nimmt die Erkrankung häufig einen dramatischen Verlauf und endet meist tödlich.