Doch noch Beitragerhöhung für Kassenpatienten vor 2009?

Laut der Verbraucherzentrale Bundesverband könnten auf Kassenpatienten vor 2009 noch einmal Beitragserhöhungen zukommen. Dagegen glaubt Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, dass der Beitragssatz von durchschnittlich 14,8 Prozent zumindest im laufenden Jahr stabil bleibt.

Ihr Sprecher Klaus Vater erklärte, dass die Finanzlage der Kassen günstig sei. Wahrscheinlich sei das erste Halbjahr 2007 mit schwarzen Zahlen abgeschlossen worden. Die Beiträge waren zu Jahresbeginn auf Rekordniveau angehoben worden, außerdem bringt die gute Konjunktur den Kassen - wie anderen Sozialversicherungen auch - zusätzliche Einnahmen.

Vater sagte, nach derzeitigem Stand werde es gelingen, die ursprünglich 8,5 Milliarden Euro Schulden in der gesetzlichen Krankenversicherung bis Ende kommenden Jahres komplett abzubauen. Vor Einführung des Gesundheitsfonds 2009 soll dann erstmals die Regierung einen für alle Kassen einheitlichen Beitragssatz festlegen.

Und genau damit begründete der neue Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen, seine Prognose, dass die Beiträge in den kommenden Monaten noch angehoben werden könnten. Die Krankenkassen hätten "ein Interesse daran, sich einen soliden Finanzpuffer zuzulegen, weil dann die mageren Jahre kommen werden", sagte er der Presse.

Ist der Einheitsbeitrag dann staatlich festgelegt, können die Kassen nur noch über einen - für ihre Versicherten unattraktiven - Zusatzbeitrag Finanzlöcher stopfen.

Klaus Vater kritisierte Prognosen steigender Beiträge. "Es gibt nichts, was darauf hindeuten würde, dass sich die Beiträge nach oben bewegen", erklärte er. Aber er bezog sich ausdrücklich nur auf das laufende Jahr. Bei der Aufstellung der Kassenhaushalte Ende dieses Jahres für 2008 werde man weiter sehen. "Was dann passiert, weiß niemand", so Vater.

Private Kranken­versicherung
Jetzt Patient 1. Klasse werden!
  • Erwachsener
  • Kind(er)
  • Erwachsener mit Kind(er)