Banksparpläne im Test

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Insbesondere gilt das für die Wahl des Banksparplans. Denn nur wenige bieten einen attraktiven Zins. Geeignet ist ein Banksparplan für Kunden, die über mehrere Jahre einen monatlichen Betrag sicher auf die hohe Kante legen wollen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift FINANZtest wurden Angebote von 32 Banken untersucht. Nur wenige haben überzeugt.

Ein gutes Angebot macht die Volkswagen Bank direct. Schon nach einer dreijährigen Laufzeit erhalten Sparer für das im Direkt-Sparplan angelegte Geld vier Prozent Zinsen. Der Sparplan hat eine feste Zinstreppe, mit der der Zins von 3,8 Prozent im ersten Jahr auf 4,25 Prozent im zehnten Jahr ansteigt. Sollte das allgemeine Zinsniveau in den nächsten Jahren kräftig steigen, ist nach zwei Jahren der Wechsel in einen besser verzinsten Sparplan möglich.

Weitverbreitet sind jedoch variabel verzinste Banksparpläne. Variabel bedeutet, die Bank kann den Basiszins je nach Marktlage heben oder senken. Die Sparpläne haben vertraglich vereinbarte Bonustreppen oder Zinszuschläge bei längeren Laufzeiten. Nach dem Motto: Treue wird belohnt. Davon rät FINANZtest derzeit ab. Denn Sparer können etwa nach vier Jahren allenfalls mit Renditen von knapp über 3,4 Prozent rechnen. Das ist zu wenig.

Banksparpläne mit flexiblem Zins und Bonus benötigen eine Richtschnur, an der sich der Basiszins orientiert. Die Kreditinstitute haben für viele Sparpläne Zinsbarometer entwickelt, die es dem Kunden nicht ermöglichen, die Entwicklung der Marktzinsen mit der Änderung des Sparplanzinses zu vergleichen. Steigt also der Marktzins stark, heißt das nicht automatisch, dass die Bank auch den Sparplan-Zins anhebt. Dagegen haben der Postbank-Sparplan sowie die Angebote der Sparda-Bank Südwest und der Stadtsparkasse Düsseldorf einen einzigen Marktzins als Referenz. Hier sind Zinsänderungen für den Sparer noch kontrollierbar.

Unter den variablen Angeboten ist die einzige positive Ausnahme der Postbank-Sparplan. Bei zehnjähriger Laufzeit dürfen Sparer im Moment eine Rendite von knapp 4,6 Prozent erwarten, nach 15 Jahren sogar knapp 4,9 Prozent. Doch was dem Sparer dann wirklich zufließt, hängt gerade bei diesem Sparplan von der weiteren Zinsentwicklung ab. Sie orientiert sich am Zwölf-Monats-Euribor, dem Zinssatz für einjähriges Termingeld. Dieser ist relativ starken Schwankungen ausgesetzt und langfristig kaum kalkulierbar.

Kunden, denen die Bank einen scheinbar attraktiven Sparplan anbietet, sollten mit einem Renditerechner selbst kalkulieren. Denn oft verschleiern die Anbieter mit undurchsichtigen Konditionen, wie Prämie, Gutschrift und Bonus die tatsächliche Rendite. Diese lässt sich mit einem Rechner für die unterschiedlichen Produkte ermitteln. Damit ist ein Vergleich der Angebote möglich.

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