Private Altersvorsorge: Richtige Kombination

Angestellten und Beamten steht ab einem gewissen Alter eine gesetzliche Rente bzw. Pension zu, die allerdings immer geringer ausfällt und kaum noch für den Ruhestand reichen wird. Die Betroffenen sollten deshalb schnellstmöglich privat fürs Alter vorsorgen, um diese Lücke zu schließen und sich den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu sichern. Der Ausgleich dieser Differenz sollte zunächst, wenn möglich, über die staatlich geförderte Riester-Rente erfolgen.

Zurzeit sind die Riester-Produkte die renditestärksten sicheren Geldanlagen und haben ihren schlechten Ruf nicht verdient. Diese Art der Förderung ist durchaus attraktiv und jeder, der sie bekommt, sollte zugreifen. Die Vorteile sind: Steuerfreiheit der Beiträge und staatliche Zulage.

Die Riester-Rente reicht aber noch nicht aus, um sich im Alter ein finanziell sorgenfreies Leben zu sichern. Zusätzlich dazu sollten Sie Angebote zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge überprüfen. Junge Menschen sollten grundsätzlich viel in Aktienfonds investieren. Eine gute Rendite ist hier auf lange Sicht sehr wahrscheinlich. Auch schwächere Börsenphasen lassen sich über die Jahre aussitzen. Fondsvarianten können auch bei der betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch genommen werden.

Wenn Sie bereits über 40 Jahre alt sind und schon ein Vermögen angesammelt haben, sollte seine Vorsorge mit einer aufgeschobenen Rentenversicherung kombinieren. Hier zahlen Sie in der Ansparphase keine Steuern. Nur der Ertragsanteil wird später bei der ausgezahlten Rente versteuert.

Ist ein Sparer bereits über 50 Jahre alt, wäre die (neue) Geldanlage in festverzinste Sparpläne bzw. Sparpläne mit Rentenfonds sehr zu empfehlen. Gegen Ende der Ansparzeit sollte er sein Vermögen in Aktienfondsanteilen in sichere Anlagen umschichten. Allerdings nur dann, wenn die Kurse gerade gut stehen; sonst sollte man lieber noch etwas warten.

Grundsätzlich gilt, je älter ein Sparer ist, desto stärker sollte er in risikoarme Zinsanlagen investieren.