Beschlossene Sache - Rente mit 67

Um den langfristigen Anstieg des Rentenbeitrags zu mildern, hat der Bundesrat die umstrittene Rente mit 67 beschlossen. Jedoch steht diese Entscheidung in deutlichem Gegensatz zu den Wünschen und Vorstellungen der deutschen Erwerbstätigen.

So lehnen, laut einer repräsentativen, internationalen Studie der AXA in Zusammenarbeit mit der GfK, 73 Prozent der Arbeitnehmer die Rente mit 67 vehement ab. Der Wunsch ist, bereits mit 59 Jahren das Arbeitsleben zu beenden, spätestens jedoch im Alter von 64 Jahren.

Allerdings sieht sich, wer in Deutschland nicht bis 67 arbeiten kann oder möchte, mit einer Kürzung der gesetzlichen Rente um 0,3 Prozentpunkte je Monat konfrontiert. Zwar sorgen laut der Studie zwei Drittel der befragten Erwerbstätigen bereits für ihre Rente vor, ein Drittel will jedoch erst mit 48 Jahren anfangen. Eindeutig zu spät, wie nachfolgendes Beispiel eines 31jährigen Erwerbstätigen mit einem Bruttoeinkommen von 2.450 Euro beweist. Er muss, wenn er heute seine Altersvorsorge beginnt und im Ruhestand ein Einkommen von 2.400 Euro erzielen möchte, monatlich 160 Euro zahlen. Beginnt er aber erst mit 48 Jahren, erhöht sich der Beitrag auf monatlich 470 Euro. Noch größer ist der Unterschied, wenn der Ruhestand schon mit 64 Jahren beginnen soll. Investiert er dafür ab 31 Jahren in die Vorsorge, zahlt er einen Gesamtbeitrag von 115.632 Euro. Zahlt er erst mit 48 Jahren ein, sind es 179.712 Euro.

Verbraucher sollten angesichts der neuen Situation bestehende Verträge prüfen und sich über entsprechende Vorsorgelösungen informieren. In jedem Fall ist ein Vergleich ratsam, um ein tragfähiges Ruhestandskonzept zu entwickeln, das die Finanzierung des Einkommens im Alter sichert.