Private Krankenversicherung - Gute Leistungen, gute Besserung

Eine gute Behandlung ist immer mehr eine Frage der richtigen Krankenversicherung. Versorgung, Service, Wartezeiten - zwischen den Leistungen für Kassen- und Privatpatienten klafft laut Experten eine immer größer werdende Lücke. Entscheiden Sie selbst, welche Leistungen Ihnen wichtig sind und welcher Arzt Sie behandeln soll. Mit einem Wechsel in die private Krankenversicherung können Sie dies und sparen dabei noch Geld.

Generell ist die Qualität der Behandlungen von Kassenpatienten im internationalen Vergleich in Deutschland noch immer sehr gut. Doch genießen Privat- und Kassenpatienten schon lange nicht mehr dieselben Rechte und Leistungen. Da der Großteil der niedergelassenen Mediziner auf eigene Rechnung arbeitet, sind für sie Behandlungen von Privatpatienten das einträglichere Geschäft. Gemäß einer Studie der Stiftung Gesundheit aus dem Jahr 2006 bestreiten niedergelassene Ärzte in Deutschland durch die Behandlung von Kassenpatienten gerade einmal 65 Prozent ihres Praxisumsatzes, obgleich etwa 90 Prozent aller Patienten Mitglieder der GKV sind.

Den Ärzten steht für Kassenpatienten nur ein gewisses Budget pro Quartal zur Verfügung. Wird dieses überschritten, können keine weiteren Leistungen abgerechnet werden. Die Folge ist, dass häufig schon vor Quartalsende die Reserven ausgeschöpft sind. Dann behandeln viele Mediziner Patienten kostenlos. Statistisch gesehen, erhält jeder Kassenarzt nur für rund zwei Drittel seiner Leistung Geld. Für Privatpatienten können Ärzte — je nach Tarif — bis zum 3,5-fachen GOÄ-Satz (Gebührenordnung für Ärzte) verlangen. Deshalb werden wohl auch in diesem Jahr viele Ärzte versuchen, weniger dringende Behandlungen von Kassenpatienten auf das nächste Quartal zu verlegen.

Auch beim Verordnen von Arzneimitteln zwingt das knappe Budget viele Ärzte zur Zurückhaltung. Sparen auf Kosten der Gesundheit: Kassenpatienten müssen für viele Wirkstoffe selbst bezahlen oder erhalten statt der oft teuren, guten Medikamente eher günstige Alternativen — und das, obschon doch alle Menschen eine medizinische Versorgung auf der Höhe des medizinischen Fortschritts bekommen sollen. Bei den Hilfsmitteln sieht es nicht besser aus. Hörgerät, Herzschrittmacher, Rollstuhl: Um Geld zu sparen, bekommen bedürftige Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung nicht immer die am Markt verfügbaren Topmodelle, sondern meist günstigere Alternativen oder Vorgängermodelle.

Der Weg führt zu einer zunehmend bezahlorientierten Behandlung. Der Gesundheitsökonom und SPD-Bundestagsabgeordnete Professor Karl Lauterbach findet: Nicht die Ärzte, sondern das System ist schuld. Für ihn gibt es nur eine Lösung des Problems: gleiche Honorare für gleiche Leistung — egal, ob Privat- oder Kassenpatient. Allerdings werden sich Kassenpatienten wahrscheinlich auch dabei auf eine lange Wartezeit einstellen müssen.

Eigentlich sollten alle sinnvollen und nötigen Untersuchungen und Therapien über die gesetzlichen Krankenkassen abgesichert sein. Die Realität sieht aber anders aus: Ganz normale Familien mit ganz normalen „Wehwehchen“ müssen mit Kosten, wie Zuzahlungen zu Arzneien und Hilfsmitteln, Praxisgebühren etc. rechnen, die nur schwer zu stemmen sind. Auch gibt es zahlreiche Therapien und Behandlungen, die die Kassen nicht tragen (dürfen). Umgekehrt ist das, was wir auf Krankenschein bewilligt bekommen, nicht immer das, was wir brauchen. Wer moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen oder gesundheitlich vorsorgen möchte, gerät bei den Krankenkassen schnell an Grenzen.

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