Experte rechnet mit Kassensterben 2009

Nach Ansicht des Dortmunder Wissenschaftlers und Erfinders des Gesundheitsfonds Wolfram Richter werden schon 2009 die ersten gesetzlichen Krankenversicherungen Insolvenz anmelden müssen. Und dies geschieht zu Lasten der Versicherten. Auf Gesetzlich Versicherte, die über einen Wechsel in die Private Krankenversicherung nachdenken, warten dagegen Top-Leistungen zu günstigen Beiträgen.

"Schon im Laufe des nächsten Jahres werden wir über erste Insolvenzen sprechen", erklärt der Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler und Erfinder des Gesundheitsfonds Wolfram Richter einer deutschen Zeitung. Dies betrifft vor allem Kassen, die sich nicht auf den schärferen Wettbewerb durch den Gesundheitsfonds eingestellt haben und dem enormen Druck nicht gewachsen sind. "Für eine erfolgreiche Handhabung des Fonds brauche man erfahrenes Personal. Das können kleine Kassen gar nicht leisten."

Des Weiteren werde es eine Reihe von Zusammenschlüssen zwischen Krankenkassen geben. Im Ergebnis werde die Zahl der aktuell rund 215 gesetzlichen Krankenkassen "drastisch zurückgehen", so der Experte. Von 2009 an fließen in den Gesundheitsfonds die Krankenversicherungsbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Höhe des bundesweit einheitlichen Beitragssatzes legt zuvor der Bund fest. Der Fonds soll die Beitragseinnahmen zwischen den Kassen gerechter verteilen. Kommt eine gesetzliche Krankenkasse mit den Mitteln aus dem Fonds nicht aus, kann sie einen begrenzten Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben.

Auf Gesetzlich Versicherte, die über einen Wechsel in die Private Krankenversicherung nachdenken, warten dagegen Top-Leistungen zu günstigen Beiträgen. Sie sollten sich aber beeilen. Aufgrund der Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen können Verträge, die bis zum Jahresende abgeschlossen werden, 20 bis 40 % günstiger sein als vergleichbare Tarife ab 2009.

Private Kranken­versicherung
Jetzt Patient 1. Klasse werden!
  • Erwachsener
  • Kind(er)
  • Erwachsener mit Kind(er)