45.000 noch immer ohne Krankenversicherung

Trotz der vor zwei Jahren mit der Gesundheitsreform eingeführten Versicherungspflicht sind immer noch 45.000 Menschen ohne Schutz. Würden sie schwer krank werden, stünden sie ohne finanzielle Hilfe da. In der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind alle Arbeitnehmer deren Bruttoarbeitsentgelt 48.600 Euro pro Jahr nicht überschreitet. Wer mehr verdient, kann in die private Krankenversicherung wechseln.

Generell sind in der gesetzlichen Krankenversicherung alle Arbeitnehmer, deren Bruttoarbeitsentgelt die aktuelle Versicherungspflichtgrenze von 48.600 Euro pro Jahr nicht übersteigt, pflichtversichert. Neben dem laufenden Bruttoarbeitsentgelt gehören auch Einmalzahlungen (wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) zum regelmäßigen Entgelt, sofern diese mindestens einmal jährlich gezahlt werden. Diese sogenannte Krankenversicherungspflichtgrenze wird von der Bundesregierung jährlich per Rechtsverordnung an die Entwicklung der Bruttogehaltssumme des vorangegangenen Kalenderjahres angepasst.

Überschreitet das Entgelt eines Beschäftigten in drei aufeinander folgenden Kalenderjahren und voraussichtlich auch in dem folgenden Jahr die jeweils geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze, endet die Krankenversicherungspflicht. Einfacher ausgedrückt heißt das, dass bei der Prüfung der Krankenversicherungspflicht zum Jahreswechsel 2009/2010 das Entgelt für die Kalenderjahre 2007 bis 2009 maßgeblich ist.

Nach dem Ende der Versicherungspflicht können alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung ihre Mitgliedschaft freiwillig fortsetzen oder in eine private Krankenversicherung wechseln. Freiwillig Versicherte zahlen oftmals den Höchstbeitrag von über 600 Euro im Monat. Wer Wert auf individuelle Leistungen, freie Arztwahl und Kostenerstattung für Heilpraktikerbehandlungen legt, für den lohnt sich der Wechsel in eine private Krankenversicherung. Über die Wahl des Tarifes und der Leistungen bestimmen Sie hier die Höhe des Beitrages mit.

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