Individuelle Auswahl des Schutzes

Da ca. ein Drittel aller Haushalte über keine Private Haftpflichtversicherung verfügt, ist es besonders sinnvoll darauf zu achten, dass die eigene Versicherung eine so genannte „Forderungsausfalldeckung“ umfasst. Der eigene Versicherer springt dann ein, wenn jemand ohne Privaten Haftpflichtschutz den Versicherten schädigt und zahlungsunfähig ist. Der Geschädigte muss allerdings alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft haben, um das Geld vom Verursacher zu erhalten, bevor die Versicherungsgesellschaft zahlt.

Inwieweit die Deckung weiterer Extras sinnvoll ist, hängt von der individuellen Lebenssituation ab.

Mieter sollten am Besten eine Versicherungspolice wählen, die Mietsachschäden bis zur Höhe der Versicherungssumme ersetzt und dafür den Schutz nicht auf eine geringere Summe einschränkt. Ein Mietsachschaden liegt beispielsweise vor, wenn eine Pfanne auf dem Herd in Brand gerät und die Wohnungswände durch das Feuer beschädigt werden. Für Mieter ist es auch sinnvoll, wenn der Verlust fremder Schlüssel im Versicherungsschutz mit inbegriffen ist. Verlieren Sie die Schlüssel Ihrer mit einem Zentralschließsystem gesicherten Wohnanlage, müssen Sie den Austausch aller Schlösser bezahlen.

Eigentümer sollten darauf achten, dass Schäden durch private Heizöltanks und Schäden bei Bauvorhaben bis zu einer möglichst hohen Bausumme mitversichert sind. Passiert Ihnen bei Anbau ein Unfall, ist dies besonders nützlich.

Im Übrigen sind einige Extras mittlerweile Standard: So sind bei allen Anbietern Schäden durch häusliche Abwässer zuschlagsfrei mitversichert.

Grundsätzlich hat der Private Haftpflichtversicherer drei Pflichten: Zuerst prüft er die Schadenersatzpflicht des Versicherten, danach leistet er Schadenersatz (sofern der Anspruch berechtigt ist) und zuletzt wehrt der Versicherer unberechtigte Ansprüche ab. Sollten die Forderungen unberechtigt bzw. überhöht sein, ist die Versicherungsgesellschaft dazu verpflichtet, im Notfall im Interesse des Kunden / im eigenen Interesse zu prozessieren. In diesem Fall übernimmt die Haftpflichtversicherung das Prozess-Risiko und wirkt somit wie eine kleine Rechtsschutzversicherung.

Die Versicherungssummen von Privaten Haftpflichtversicherungen sind vorgeschrieben. Allerdings gibt es zahlreiche Anbieter, die einen zu niedrigen Versicherungsschutz gewährleisten. Der Deckungsschutz sollte mindestens 3 Millionen Euro pro Schaden betragen.

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