Kontokkorrent Kredit

Der Kontokorrent-Kredit ähnelt dem Überziehungskredit bei einer Bank eines Privatkunden. Eine Privatperson kann im Rahmen eines Dispo-Kredits das eigene Konto überziehen. Unter einem Kontokorrent-Kredit versteht man eine laufende Rechnung zwischen zwei Vertragspartnern – meist zwischen Bank und Bankkunden. Kontokorrente können auch Unternehmen untereinander führen.

Die Idee des Kontokorrents besteht darin, dass sich beide Vertragspartner ihre gegenseitigen Forderungen stunden und regelmäßig gegeneinander aufrechnen. Jeweils die Partei ist Schuldner, zu deren Ungunsten der Saldo des Kontokorrent-Kredits steht. Der Saldo wird auf eine neue Rechnung vorgetragen. Die verschiedenen Forderungen gehen in ihm unter, d. h., dass nur der Saldo eingeklagt werden kann.

Ein bestimmtes Kreditlimit wird mit dem Bankkunden bei einem Kontokorrent-Kredit vereinbart. Das Firmenkonto kann bis zu dieser Höhe belastet werden. Der Kunde kann den Zeitpunkt und die Geldmenge frei bestimmen. Dabei orientiert sich die Höhe des Kreditlimits an der individuellen Situation und den konkreten Anforderungen eines Unternehmens.

Der Zinssatz richtet sich nach den aktuellen Marktzinsen und ist für den Kontokorrent-Kredit variabel. Zinsen werden nur für den Betrag fällig, der auch wirklich genutzt wurde. Der Kontokorrent-Kredit ist variabel einsetzbar und kann auch variabel zurückgezahlt werden. Guthabenzinsen, die eventuell anfallen, werden mit den Kreditzinsen verrechnet.

Vor allem für kurzfristige Kredite ist der Kontokorrent-Kredit besonders gut geeignet. Die Ausnutzung von Skontovorteilen, flexible Inanspruchnahme und keine Zweckbindung sind die Vorteile des Kontokorrent-Kredites.

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