Krankenkassen als Versicherungsvermittler

Private Zusatzversicherungen gibt es schon lange, doch erstmals treten die gesetzlichen Krankenkassen jetzt als Versicherungsvermittler auf. Sie haben für ihre Mitglieder bei einigen privaten Anbietern Sonderkonditionen ausgehandelt. Die private Versicherungsgesellschaft ist aber immer der Vertragspartner des Kunden.

Die Kassen bieten ihren Mitgliedern meist dieselben Versicherungen an, die auch allen anderen Kunden offen stehen – allerdings zu einem leicht ermäßigten Beitrag. Die Preisvorteile halten sich aber sehr in Grenzen: Sie liegen zwischen 1 % und 10 %. Die Ersparnis bei den Versicherungen für Zahnersatz, Brillen und Heilpraktikerbehandlung ist minimal. Für 33-jährige Neukunden sind im Idealfall bei den Krankenhaus-Zusatzversicherungen zwei Euro Ersparnis im Monat drin. Bei einem höheren Eintrittsalter und damit höheren Beiträgen sparen Kunden etwas mehr.

Die Angebote, die von den Kassen vermittelt werden, haben aber noch andere kleine Vorteile. Die Kunden müssen bei einigen Privatversicherern beispielsweise keine Wartezeit einhalten. Im Normalfall müssen Neukunden nach dem Vertragsschluss erst einmal drei Monate warten, bevor sie die Versicherung erstmals in Anspruch nehmen können. Die Wartezeit für bestimmte Leistungen wie Zahnersatz oder für eine Entbindung im Krankenhaus beträgt sogar acht Monate. Bei einigen Verträgen über die Kassen entfällt diese Frist.

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