Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

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Krankenversicherung Vergleich für Deutschland: Gesetzlich oder privat?

In Deutschland lassen sich grundsätzlich zwei Krankenversicherungsarten unterscheiden, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV) . Das zweigliedrige Krankenversicherungssystem hat bereits seit annähernd 100 Jahren Bestand. Seit der Einführung der allgemeinen Krankenversicherungspflicht am 1. Januar 2009 muss jeder Bürger mit Wohnsitz in Deutschland im dualen Krankenversicherungssystem unterkommen.

Das Gros der Menschen ist in den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) versichert und ist damit im Rahmen der gesetzlichen Regelleistungen grundversorgt. Inklusive der mitversicherten Angehörigen zählen die Statistiker rund 70 Millionen Versicherte in der staatlichen Krankenversicherung. Demgegenüber stehen neun Millionen Bürger mit einer Krankenvollversicherung in einer der privaten Krankenversicherungen. Im Vergleich zu Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung genießen sie in der Regel höherwertige medizinische Leistungen. Einen Mittelweg schlagen 21 Millionen gesetzlich Versicherte ein. Über eine Krankenzusatzversicherung ergänzen sie ihr gesetzliches Versorgungsniveau und sichern sich so die Vorzüge der privaten Krankenversicherung.

Versicherungspflichtgrenze als Hürde für Arbeitnehmer

Abhängig Beschäftigte, die sich mit einer Krankenvollversicherung bei privaten Anbietern der Krankenversicherung absichern wollen, müssen zunächst noch eine Hürde nehmen. Bevor sie bei einer PKV eine Krankenversicherung abschließen können, müssen sie mit ihrem Einkommen eine gewisse Einkommensschwelle überschreiten. Diese sogenannte Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze oder Friedensgrenze genannt, wird jährlich von der Bundesregierung festgelegt und beläuft sich für das Jahr 2016 auf 56.250 Euro.

Arbeitnehmer, die diese Einkommensgrenze nicht überschreiten, bleibt der Zugang zu der privaten Krankenversicherung versperrt. Sie sind pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für Selbständige, Freiberufler und Beamte wird die Versicherungspflichtgrenze nicht zum Hemmschuh. Sie sind von den Einschränkungen der Versicherungspflichtgrenze nicht betroffen und können in der Regel frei zwischen den beiden Systemen der Krankenversicherung wählen.

Wechsel in die private Krankenversicherung vereinfacht

Trotz der hohen Versicherungspflichtgrenze erfreuen sich die privaten Anbieter von Krankenversicherungen einer zunehmenden Beliebtheit. Ein Nettozugang von 84.700 Versicherten im Jahr 2010 belegt dies und setzt zugleich den Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort. Im Jahr 2011 dürften die Zuwachszahlen bei den privaten Krankenversicherungen noch größer ausfallen. Der Grund: Mit dem Wegfall der 3-Jahres-Regelung am 1. Januar 2011 wurde der Wechsel von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wesentlich vereinfacht.

Seither können gesetzlich Versicherte bereits beim erstmaligen Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze zu privaten Anbietern der Krankenversicherung wechseln. Diese Maßnahme hat den privatwirtschaftlichen Krankenversicherungen bereits einen satten Zulauf beschert: Nach einer Statistik des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) verzeichneten diese Krankenversicherungen allein in der Zeit von Januar bis April 2011 einen Nettozuwachs von 40.000 Personen.

Wechselbewegungen auf hohem Niveau

Vor dem Hintergrund des immensen Wechselpotenzials erwarten Experten, dass die Wechselbewegungen von den gesetzlichen in die privaten Krankenversicherungen weiterhin auf hohem Niveau bleiben werden. Schließlich gibt es in den gesetzlichen Krankenversicherungen rund vier Millionen Versicherte, die mit Ihrem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen.

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Die Wechselmotivation gesetzlich Versicherter liegt oftmals in den Leistungsmöglichkeiten der privaten Krankenversicherungen begründet. Privatversicherte können den Leistungsumfang ihrer Krankenversicherung ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend bestimmen.

Gesetzlich Versicherte mit Kindern überlegen sich aber zweimal, ob sie in die private Krankenversicherung wechseln. Denn bei diesen Krankenversicherungen müssten sie für jede Person eine beitragspflichtige Krankenversicherung abschließen. Das kann mitunter teuer werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt dagegen das Prinzip der Familienversicherung: Kinder und auch Ehepartner ohne Einkünfte können hier beitragsfrei mitversichert werden.

Privatversicherte frei von Solidaritätslasten

Besonders häufig sind junge und gesunde Arbeitnehmer unter den GKV-Wechslern. Kein Wunder: Sie profitieren am stärksten von einem Wechsel in die private Krankenversicherung. Ermöglicht wird das durch das sogenannte Äquivalenzprinzip, das für alle privatwirtschaftlich organisierten Krankenversicherungen in Deutschland der maßgebliche Grundsatz bei der Beitragsermittlung ist. Es besagt, dass die Beiträge des Versicherten sich nach dem Eintrittsalter, Geschlecht und Gesundheitszustand berechnen. Anders als beim Solidaritätsprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung fließt damit ausschließlich das individuelle Risiko des Versicherten - nicht aber das kollektive Risiko des Umlageverfahrens der gesetzlichen Krankenversicherung - in die Beitragsberechnung mit ein.

Somit müssen Privatversicherte nicht die Lasten der Solidaritätsgemeinschaft tragen. In den gesetzlichen Kassen zahlt man dagegen - im Sinne des Solidaritätsprinzips - für die Älteren und Kranken mit.

Altersrückstellungen glätten die Beitragsentwicklung

Nun macht aber der Zahn der Zeit nicht vor den Versicherten der privaten Krankenversicherungen halt; sodass sie - als Nichtmitglied der Solidaritätsgemeinschaft - mit massiven Beitragserhöhungen im Alter rechnen müssen.

Dem ist auch so - aber nur theoretisch. Denn in der Praxis verfügen diese Krankenversicherungen durch die sogenannten "Alterungsrückstellungen" oder "Altersrückstellungen" über ein wirksames Instrument, um Beitragsexplosionen im Alter einen Riegel vorzuschieben. Sichergestellt wird das dadurch, dass ein Teil der Beiträge für die Krankenversicherung nicht für den Versicherungsschutz, sondern für den Aufbau von Altersrückstellungen verwendet wird. Im Alter werden die Alterungsrückstellungen dann zur Mitfinanzierung der Beiträge aufgelöst. Auf diese Weise wird die Beitragsentwicklung in den privaten Krankenversicherungen "geglättet".

Stärkung des Wettbewerbs

Seit dem Inkrafttreten des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) ist für ab dem 1. Januar 2009 neu geschlossene Verträge die Übertragbarkeit von Altersrückstellungen möglich. Privatversicherte können nunmehr unter bestimmten Bedingungen ihre Alterungsrückstellungen ganz oder teilweise mitnehmen, wenn sie in eine andere private Krankenversicherung wechseln.

Da sich die privaten Krankenversicherungen im Preis-Leistungs-Verhältnis mitunter erheblich unterscheiden, lohnt sich der Wechsel oftmals auch. Versicherte nutzen auf Internetvergleichsportalen zunehmend eigens dafür eingerichtete Tools, um die privaten Anbieter von Krankenversicherungen auf den Prüfstand zu stellen. Ganz im Sinne des Gesetzgebers: Ein Ziel des GKV-WSG ist schließlich die Stärkung des Wettbewerbs. Und mehr Wettbewerb unter Anbietern sorgt bekanntermaßen für bessere und innovativere Leistungen.

Mehr zur Krankenversicherung in unseren FAQ und allgemeinen Informationen