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Epiglottis

Eine Knorpelplatte im Kehlkopfeingang, die sich beim Schluckvorgang über den Eingang des Kehlkopfes (Larynx) schiebt, nennt man Epiglottis. Die von Schleimhaut überzogene Epiglottis wird vom Knorpel des Kehldeckels gebildet und dieser Knorpel ist elastisch. Die Schleimhaut, welche die Epiglottis umgibt, wird oben durch den Nervus glossopharyngeus und unten durch den Nervus vagus angeregt. Diese von der Peripherie zum zentralen Nervensystem verlaufenden Nerven können den Reflex des Hustens oder Würgens auslösen, wenn es zum Verschlucken kommt. Die Epiglottis übernimmt eine wichtige Funktion im Körper, denn sie ist cranial, das heißt Richtung Schädel gelegen, solange sie in der Ruhestellung ist. Schluckt man aber, so verschiebt sie sich durch die Muskulatur und Bewegung der Zunge und des Kehlkopfes dorsal. Dadurch wird eine Aspiration (das Verschlucken von Nahrung in die Atemwege) von Nahrungsbestandteilen verhindert. Ist die Epiglottis entzündet und somit in ihrer Funktion gestört, kann es zu einer Verlegung der Atemwege kommen. Es muss sofort eine ärztliche Behandlung stattfinden.