Schiffsbeteiligungen - Wichtige Informationen

Schiffsbeteiligungen gehören zu den geschlossenen Investmentfonds. Folglich werden diese Fondsanteile an einer Börse nicht öffentlich gehandelt. Genauso wenig ist es möglich, dass sie nach Belieben des Investors an die Investmentgesellschaft zurückverkauft werden. Nur der (private) Verkauf an einen anderen Anleger ist möglich. Diesen zu finden, ist allerdings nicht so einfach. Geschlossene Fonds und somit auch Schiffsbeteiligungen sind demzufolge nur für eine längerfristige Anlage (5 - 20 Jahren) interessant.

So genannte Beteiligungsmodelle sind ein Markt, der sich immer stärker entwickelt. Schiff-Fonds / Schiffsbeteiligungen sind die Gewinner bei diesen Modellen. Im Jahr 2003 verfügten sie mit einem Absatz von ca. 2,33 Mrd. Euro (im Vergleich zum Vorjahr: 1,47 Mrd. Euro) über einen Anteil am Gesamtmarkt von 22 %! Die Ausschüttung geschieht – durch die Tonnagesteuer – fast steuerfrei! Schiffsbeteiligungen bieten eine super Möglichkeit, an einem weltweiten Transportaufkommen teilzuhaben. Das weltweite Transportaufkommen wird durch die internationale Arbeitsteilung sowie die Globalisierung begünstigt. Dies wird bis zu 95 % über die Schiff-Fahrt bedient.

Schiffsfonds

Ein Anleger, der in einen Schiff-Fonds investieren möchte, investiert in den Bau und den Betrieb eines Schiffes. Schiffsbeteiligungen gibt es schon seit mehr als über 150 Jahren. Allerdings hat man früher in Teile, so genannte Parten, investiert – heutzutage beteiligt man sich fast ausschließlich als Teilhaber an einer Kommanditgesellschaft. Die Kommandisten haften nur mit dem eingezahlten Kapital – eine private Haftung ist völlig ausgeschlossen. Hierbei zählt das Schiff als eine Gewerbeimmobilie, was bedeutet, dass eine hohe Absicherung für Ihre Investition besteht. Denn ein Schiff kann ja nicht so ohne weiteres verschwinden. Gefahren, die auf See entstehen können, sind natürlich durch entsprechende Versicherungen abgesichert.

Auf dem Schiffsmarkt werden Angebot und Nachfrage durch Ertragskraft und Ausschüttungshöhe dieser Fonds bestimmt, besonders bei Container- und Tankerschiffkapazitäten. Beschließt die Mehrzahl der Gesellschafter den Verkauf des Schiffes, kann ein Veräußerungsgewinn ausgeschüttet werden. Charterverträge werden meistens in Dollar oder in Euro abgeschlossen. Diese laufen nach einigen Jahren bereits aus. Die Konditionen für die Anschlusscharter orientieren sich dann jeweils an der aktuellen Marklage auf dem Schiffmarkt. Im Geldanlage Vergleich zu anderen steuerlichen Beteiligungsformen, bringt die Neuregelung der Tonnagesteuer einen großen Vorteil mit sich. Am Anfang heißt das für den Investor, dass er die anfänglich negativ hervorgehenden Abschreibungen nutzt, um Steuern zu sparen. Eine pauschale Abgabe wird dann in den Folgejahren fällig.

Steuerliche Behandlung von Schiffsbeteiligungen

Laut Einkommenssteuergesetz sind die Einkünfte aus einer Schiffsbeteiligung Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb. Folglich sind Einkünfte aus Schiffsbeteiligungen fast steuerfrei. Das ist nur durch die Tonnagebesteuerung möglich. Für die Höhe der Tonnagebesteuerung ist die Transportkapazität des Schiffes (die Nettoraumzahl) verantwortlich. Allerdings liegt diese nur bei ca. 0,25 % des Zeichnungsbetrages. Deshalb werden die Einkunftsaussichten in zu vernachlässigender Weise reduziert. Dahingegen existieren bei Schiff-Fonds Gewinnauszahlungen, die vorher festgelegt wurden. Diese können bei 10 % bis 16 % oder mehr liegen. Siehe hierzu auch unseren Ratgeber zu steuerliche Vorteile und Regelungen zu Schiffsbeteiligungen.

Schiffsbeteiligungen - Was ich wissen muss!

Angebot:

  • Investition in Bau und Betrieb eines Schiffes

Prinzip:

  • unternehmerische Beteiligung

Rechtsform:

  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • Investoren haften nur bis zur Höhe ihrer Einlage

Einkunftsart:

  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Dauer der Anlage:

  • keine zeitliche Begrenzung
  • Verkauf nach 10 – 12 Jahren

Mindestanlage:

  • 5.000 € - 25.000 €
  • nach oben keine Grenze

Risiko-Beurteilung:

  • riskanter als geschlossene Immobilienfonds

Rendite:

  • Prognose

Hauptrisiken:

  • mangelnde Auslastung der Schiffsflotte (Charterrisiko)
  • Währungsrisiko (Charterverträge laufen auf US-Dollar)
  • ungeklärte Abschreibungsdauer der Schiffe
  • Preisrisiko beim Verkauf

Beteiligung am Wertzuwachs:

  • ja

Steuervorteil:

  • bei Gewinnsteuer Verlustzuweisungen bis zu 50 %
  • statt hoher Anfangsabschreibungen ermöglicht die Tonnagebesteuerung steuerfreie Ausschüttungen
  • möglicher Vorteil durch Wechsel von der Gewinn- zur Tonnagesteuer

Steuerliche Risiken:

  • neue Angebote sind 2b-konform

Geeignet für Altersvorsorge:

  • nein
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