Glasfaser

Glasfaser ist eine lange und dünne Faser aus Glas. Um eine Glasfaser herzustellen, werden dünne Fäden aus der Glasschmelze gezogen und anschließend weiter verarbeitet, beispielsweise zu einer Glasfaserleitung. Diese besteht zu hunderten von Glasfasern, jede von ihnen ist lediglich neun Mikrometer dick. Von außen sind die Glasfasern mit einer Kunststoffschicht umhüllt, die für das Licht undurchlässig ist. In diesen Glasfasern können sich Lichtwellen ungehindert bewegen, die Daten werden optisch als Lichtimpulse übertragen. Für jede Spektralfarbe des Lichtes gibt es einen Kanal - und da sich das Licht in unendlich viele Spektralfarben aufteilen lässt, ist die Bandbreite von Glasfaserkabeln theoretisch unbegrenzt. Ein Glasfasernetz verspricht, den ständig wachsenden Bedarf nach schnellem Internet zu entsprechen. Da ein Ausbau des Glasfasernetzes jedoch teuer ist, ist dieses noch nicht flächendeckend verfügbar. Städte wie München, Erlangen oder die Landkreise Augsburg und der Main-Kinzig-Kreis waren erste Vorreiter. Für die Anschlüsse selbst gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • FTTC ("Fiber to the Curb"): Hier liegt das Glasfaserkabel bis zum Straßenverzweiger, der restliche Anschluss wird über ein Kupferkabel realisiert.
  • FTTB ("Fiber to the Building"): Der Anschluss via Glasfaserkabel reicht bis ins Haus und liegt oft im Keller. Von dort führen Kupferkabel zu den einzelnen Verbrauchern.
  • FTTH ("Fiber to the Home"): Hier reicht das Glasfaserkabel bis in die Wohnung, so dass der Kunde Highspeed-Internet mit bis zu 300 Mbit/s nutzen kann.