Trotz Zinserhöhung: Baukredite bleiben günstig

Zu den eigenen vier Wänden ohne einen Kredit kommen nur wenige Menschen. Die Entwicklung an den Zinsmärkten wird von Bauherren daher momentan mit Misstrauen beobachtet: In den vergangenen sechs Monaten sind die Zinsen für Baukredite kräftig gestiegen. Trotzdem raten Experten zu.

Derzeit liegen die Zinsen im Schnitt bei etwas mehr als fünf Prozent. Finanzexperten halten die Zeit aber weiter für passend, um Pläne für ein eigenes Heim zu realisieren - obgleich viele Bauherren die steigenden Zinsen erkennbar entmutigt haben.

«Fünf Prozent: Das ist immer noch sehr, sehr günstig», erklärt Axel Drückler, Fachberater für Finanzdienstleistungen bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin. «Wir haben historisch gesehen immer noch eine absolute Niedrigzinsphase», sagt auch Raimund Kron, alternativer Finanzberater in Bonn und Mitglied im dortigen Verein Wohnen im Eigentum. «Das Baugeld ist mit knapp fünf Prozent billig. Eine Hochzinsphase ist nicht in Sicht, auch wenn die Zinsen im kommenden Jahr höher liegen dürften als derzeit.»

Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt/Main rechnet allerdings damit, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen weiter anheben wird, was auch die Zinsen für das Baugeld erhöhen würde. Aber auch er hält die augenblicklichen Raten um fünf Prozent für eine Ermutigung zum Bauen. «Das ist der Mittelwert der vergangenen zehn Jahre. Da muss man keine Panik haben.»

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