Laut dem Bundesverband für Kindertagespflege müssen ab dem nächsten Jahr Tagesmütter (und -väter), die auch Einkünfte vom Jugendamt beziehen, ihre Einkünfte versteuern. Auch der Abschluss einer Kranken- oder Rentenversicherung muss dann selbständig vorgenommen werden. Die Betroffenen werden in den nächsten Tagen per Post über die ab dem 1. Januar gültigen grundlegenden Änderungen informiert. Klaus-Dieter Zühlke, Geschäftsführer des Verbandes rät allen Betroffenen, ihre Rentenversicherung und Krankenkasse zu informieren, auch wenn er seine Hoffnung zum Ausdruck bringt, dass diese politisch umstrittene Besteuerung noch einmal geändert wird, da diese Neuregelung in den meisten Fällen mit großen Einkommensverlusten verbunden sei.
Bisher waren die Tagesmütter und -väter, die Beihilfen vom vermittelnden Jugendamt erhielten und die nicht mehr als 5 Kinder gleichzeitig betreuen, von der Steuer befreit. Privat bezahlte Tagesmütter mussten schon jetzt ihre Einnahmen versteuern. Diese Unterschiede will das Bundesfinanzministerium jetzt aufheben, um beide gleichzustellen. Im Gegenzug soll die Betriebskostenpauschale erhöht werden, d.h. pro ganztags betreutem Kind kann die Tagesmutter monatlich 300 Euro steuerlich absetzen. Für die maximal 5 zu betreuenden Kinder ergibt das eine Summe von 18.000 Euro im Jahr.
Zühlke kritisiert, dass die mit der Besteuerung verbundene Sozialversicherungspflicht zu massiven Einkommensverlusten führt und zeigt anhand von Berechnungen, dass eine Tagesmutter, die für die Betreuung von 5 Kindern über 20 Stunden in der Woche bisher 446 Euro verdient hat, jetzt nur noch 225 Euro im Monat verdient. Bei einer ganztägigen Betreuung würde der Nettoverdienst von 846 Euro auf 578 Euro sinken.
Bald ist wieder die jährliche Steuererklärung fällig und damit die Frage, welche Ausgaben abgerechnet werden können. Ein wichtiger Posten, der jedoch gern unterschätzt wird, sind die jährlich anfallenden... [mehr]
Das Bundeszentralamt für Steuern hat einen neuen Datenpool eingeführt, der Einkommen aller Art aufdeckt. Finanzämter können nun besser die Einkünfte der Steuerzahler abgleichen und Steuertrickser entlarven. Viele... [mehr]
Für viele ist das Verfassen der Steuererklärung eher eine lästige Angelegenheit, allerdings ist es Grundlage für etwaige Erstattungen der gezahlten Vorsorge- und Versicherungsbeiträge. Wer Steuern erstattet bekommen... [mehr]
Das neue Jahr bedeutet für Arbeitnehmer eine frohe Botschaft: Insgesamt bis zu 160 Euro mehr bekommen sie durch Änderungen im Steuer- und Abgaberecht vom Staat geschenkt. Der Jahreswechsel 2011 / 2012 bringt mehr Geld in... [mehr]
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch das Gesetz zum Abbau der kalten Progression beschlossen. Zum einen wird das Einkommenssteuergesetz und zum anderen das Finanzausgleichsgesetz geändert. Mit den gesetzlichen Neuerungen... [mehr]
Service
Suchen Sie vielleicht?
Informationen