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Das Retail-Banking, auch standardisiertes Privatkundengeschäft genannt, stellt das Gegenteil vom Private Banking dar. Während es sich bei dieser Bankingform um die Betreuung der privaten, vermögenden Kunden handelt, wird beim standardisierten Privatkundengeschäft der Banken besonders Wert auf den Vertrieb von Standardprodukten des Bankgeschäfts gelegt. Die Banken stellen dem eher finanzschwachen Klientel einheitliche Angebote zur Verfügung, da die Anzahl der Kunden mit einem ungefähr gleichen Einkommen sehr hoch ist und diese oft auch die gleichen Sparverhalten aufweisen. Auf diese Weise lassen sich Bearbeitungsgebühren einsparen und die Banken arbeiten wirtschaftlich.
Das Retail-Banking findet besonders nach einer Finanzkrise große Beachtung bei den Bankhäusern. Die Geldhäuser sind auf jeden noch so kleinen Kunden des Massengeschäfts angewiesen. Für die Banken eher unlukrative Girokonten ohne Überziehungsfunktion werden wieder eröffnet. Auch das Geld von Sozialhilfeempfängern und Arbeitslosen, welches oft nur einen höheren Verwaltungsaufwand als Gewinnsteigerung verursacht, wird attraktiv. Man sollte jedoch beachten, dass bei Konten auf Guthabenbasis mindestens monatliche Kontoführungsgebühren verlangt werden. Zudem umfasst das Feld des normalen Privatkundengeschäfts noch weit mehr, wie zum Beispiel das Kreditkartengeschäft, das Wertpapiergeschäft sowie die Sparkontenverwaltung. Schwerpunkte bilden dabei Finanzierungen jeglicher Art, ob Ratenkredit oder Baufinanzierung. Auch werden Versicherungen, Bausparverträge und Investmentfonds angeboten.
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