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Wer zankt, der zahlt

Recht kann man nicht kaufen. Rechtsschutz allerdings schon. Und das nehmen viele Deutsche wahr. Allein Mitglieder von Gewerkschaften oder Mietervereinen bilden einen großen Teil der Versicherten, doch auch privat wird diese Vorsorge immer beliebter. Schließlich kann aus einem kleinen Zank schnell ein handfester Justizstreit hervorgehen. Um dann ein mögliches finanzielles Fiasko zu umgehen, benötigt man entweder einen Lottogewinn oder eine Rechtsschutzversicherung, die im Rahmen der Deckungssumme greift.

Zu den "Stars der Rechtsschutzmanege" zählen sowohl der Verkehrs- als auch der Privatrechtsschutz.

  • Verkehrsrechtsschutzversicherung:

    Diese Police macht für jeden Fahrzeughalter Sinn, denn oftmals ist ein simpler Verkehrsunfall der Anfang eines Rechtsstreits, besonders wenn es um die Klärung der Schuldfrage geht. Außerdem werden längst nicht alle Kosten, die bei solch einem Unfall entstehen können, von der gewöhnlichen Kfz-Haftpflicht übernommen. Die Rechtsschutzversicherung jedoch deckt im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme sämtliche Ausgaben, wie Gerichts- und Anwaltskosten, Sachverständigenhonorare, Zeugengelder und mögliche Auslagen des Gegners, ab.

    Besonders wer ohne Vollkaskoversicherung oder Schutzbrief mit dem Auto ins Ausland verreist, sollte sich für eine solche Versicherung entscheiden, denn dort lauern im Fall eines Autounfalls zusätzliche Gefahren, wie Sprach- und somit Kommunikationsprobleme, andere Rechtsstrukturen und Strafkautionen.

    Bei älteren Verträgen auf der Basis der Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen ARB 94 lag im Fall eines Rechtsstreits das Urteil über die Erfolgsaussichten bei dem Anwalt des Versicherungsnehmers. Diese Regelung wurde in den ARB 94 dahingehend verändert, dass diese Prognose nun durch einen Gutachter erstellt wird. Daher wird jedem geraten, der noch über eine Police auf Grundlage der ARB 75 verfügt, nicht unbedacht zu einer neuen Versicherung mit den ARB 94 zu wechseln.
  • Privatrechtsschutzversicherung:

    Diese Police ist für jeden geeignet, besonders für Familien jedoch vorteilhaft. Denn versichert ist nicht nur der Inhaber der Police, sondern ebenfalls der Ehepartner und ledige Kinder unter 25, die noch eine Ausbildung absolvieren. Abgedeckt werden dabei Kosten, die durch arbeitsrechtliche Konflikte, Probleme bei bestimmten Verträgen, Straf- und Bußgeldverfahren und Schadensersatzansprüche entstehen.

    Die Deckungssumme und der Selbstbehalt entscheiden über den Beitrag. Wer auf Nummer sicher gehen und unbegrenzten, also höchsten, Schutz in Anspruch nehmen will, hat auch die höchsten Kosten in Höhe von ca. 280 Euro im Jahr.

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