Laut einem internen Schreiben des Spitzenverbandes der Krankenkassen werden schon im Startjahr des Gesundheitsfonds etliche Gesetzliche Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser könnte bei monatlich 4,30 Euro liegen. Die Gefahr, dass Kassen ihre Mitglieder extra zur Kasse bitten, ist offensichtlich recht groß. Wer kann, sollte daher in die private Krankenversicherung wechseln.
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Aus dem Schreiben, das der Redaktion der "Rheinischen Post" vorliegt geht hervor, dass der Zusatzbeitrag eventuell bei durchschnittlich 4,30 Euro pro Monat für jeden Versicherten liegt. Und das, obwohl die großen Krankenkassen immer betont haben, dass sie im kommenden Jahr keinen Zusatzbeitrag erheben werden. Der Spitzenverband der Krankenkassen hat errechnet, dass bei einem Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent ein finanzielles Loch von 1,5 Prozent bestehen würde. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums wies diese Berechnungen jedoch sofort als "Unsinn" zurück.
Der Spitzenverband und seine Vorsitzende sollen "endlich aufhören, die Krankenversicherten zu verunsichern". Im nächsten Jahr erhalten die Krankenkassen über zehn Milliarden Euro mehr zur Versorgung der gesetzlich versicherten Patienten, „für weitere ungerechtfertigte Milliardenforderungen“ gebe es überhaupt keinen Grund. Hintergrund ist die Forderung der Krankenkassen, die rund 2,6 Milliarden Euro mehr für Gesundheitsausgaben veranschlagen als die Bundesregierung. Für sie ist der Gesundheitsfonds schlichtweg unzureichend ausgestattet.
Der Gesundheitsökonom Peter Oberender warnte unterdessen vor Preisabsprachen zwischen den Kassen nach Einführung des Gesundheitsfonds. Er gehe davon aus, dass sich die großen Kassen absprächen und in einer gemeinsamen Aktion Zusatzbeiträge von den Versicherten erheben würden. Weiterhin warnte er vor Leistungseinschränkungen. Die ersten Kassen hätten schon damit begonnen, ihr Angebot zusammenzustreichen.
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