Wieder einmal gleicht das Ringen zwischen Qualität und Bürokratie einem Boxkampf zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung.
Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) hält angesichts der jüngsten Berichte über menschenunwürdige Zustände in Heimen und bei der ambulanten Pflege, den von der Bundesregierung eingeschlagenen Weg, in der Pflege auf Qualitätsverbesserung zu setzen, prinzipiell richtig und notwendig.
Aber PKV-Vorsitzender Schulte erklärte, Ziel der Privaten Krankenversicherer sei es, Qualitätsverbesserungen nicht durch zusätzliche Bürokratie, sondern dadurch zu gewährleisten, dass „wir unsere Aufmerksamkeit auf die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen konzentrieren”. Beispielsweise wird die private Pflegeversicherung eine Internetplattform einrichten, auf der sich Angehörige von Pflegebedürftigen über ihre Erfahrungen mit bestimmten Heimen und Pflegediensten austauschen könnten.
Schulte kritisierte erneut, dass die Koalition die Chance auf einen zukunftsorientierten Umbau der Pflegeversicherung, um Generationssolidarität herzustellen, vergeben habe. Daher wird die PPV ein eigenes Qualitätssicherungskonzept aufbauen, das vor allem schnell Abhilfe für unzureichend gepflegte Menschen schafft. Ebenso setzt die private Krankenversicherung auf den Ausbau des Qualitätssicherungsmanagementes, um entsprechend dem vorhandenen Bedarf zu versichern. Zudem betonte auch Debeka-Vorstand Weber: „Bürokratie behindert“ „Wir haben weniger Beschwerden über die Qualität von Pflegeheimen. Wir haben mehr Beschwerden über die Bürokratie”, sagte Weber der Berliner Tageszeitung. Klar hebt sich auch hier wieder die private Absicherung, ob im Bereich der Kranken- oder der Pflegeversicherung, von der gesetzlichen Versicherung, ab. Es wird definitiv schneller reagiert, z.B. mit individuellen Tarifen für privat Versicherte, bevor es zu Beschlussfassungen auf Regierungsebene kommt.
Und wieder einmal geht die private Krankenversicherung im „Boxkampf“ gegen die gesetzliche Krankenversicherung als Sieger hervor.
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Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. hat auf seiner Jahrestagung in Berlin die Bedeutung einer starken kapitalgedeckten PKV für das Gesundheitssystem in Deutschland betont. Ohne die PKV seien die zentralen gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft nicht zu bewältigen, meinte der Vorsitzende des Verbandes, Reinhold Schulte, vor Vertretern der PKV-Mitgliedsunternehmen und der Presse. Vor allem die Finanzierung des medizinisch-technischen Fortschritts und die zunehmende Alterung der Bevölkerung sind die Brennpunkte. Während sich die gesetzliche Krankenversicherung nicht nur nach eigener Einschätzung zu einer Standardversorgung entwickelt, übernimmt die PKV den medizinischen Fortschritt im Gesundheitswesen: "Fortschritt wird bei uns nicht ausgebremst. Die PKV ist und bleibt eine budgetfreie Zone", sagte Schulte. Die PKV ist überzeugt, auch zukünftig trotz der durch die Gesundheitsreform erschwerten Rahmenbedingungen individuelle, generationengerecht finanzierte Versicherungslösungen anbieten zu können: "Leistungssicherheit, freie Arzt- und Krankenhauswahl, guter Service, Zugang zu medizinischen Innovationen - diese Stärken der PKV gewinnen vor dem Hintergrund des politisch initiierten Rationierungskurses in der GKV immer mehr an Bedeutu mehr...
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