Gesundheitsfonds verteuert und kein Ende in Sicht
Arbeitnehmer müssen ab 1. Juli gemeinsam mit dem Arbeitgeber 40,05 Prozent des Bruttolohns in Form von Sozialversicherungsbeiträgen abführen. Dies ist u.a. auf die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge zurückzuführen. Aber auch nächstes Jahr müssen viele Versicherte nach Ansicht der Krankenkassen mit höheren Beiträgen rechnen, manche sogar mit Extraaufschlägen. Privat krankenversichert erhalten Sie maximale Leistungen bei minimalen Beiträgen.
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Die Sozialversicherungsbeiträge sind seit 1. Juli im Durchschnitt erstmals wieder knapp über 40 Prozent gestiegen. Ob Sekretärin, Vorstandsassistent oder Entwicklungsingenieur – Arbeitnehmer müssen dann gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber 40,05 Prozent des Bruttolohns an Sozialbeiträge abführen. Das Versprechen der schwarz-roten-Koalition, die Sozialabgaben unter die wichtige 40-Prozent-Marke abzusenken, wurde nach kurzer Zeit schon gebrochen. Dies ist unter anderem auf die Erhöhung der Beiträge einiger Krankenkassen zum 1. Juli zurückzuführen.
Der durchschnittliche Beitrag zur Krankenversicherung liege nun bei etwa 15 Prozent, schätzte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Jedoch liegen genaue Zahlen für die Krankenkassen nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch nicht vor. Vor der Erhöhung der Beiträge von etwa 20 Krankenkassen am 1. Juli hatte der durchschnittliche Satz bei 14,86 Prozent des Bruttolohns gelegen.
Nach Ansicht der Krankenkassen müssen sich viele Versicherte aber auch im kommenden Jahr auf höhere Beiträge einstellen, manche sogar mit Extraaufschlägen. Einige können auf Entlastungen hoffen. Im Herbst wird von der Bundesregierung der Beitragssatz der GKV erstmals einheitlich festlegt. Alle Beitrags- und Steuermittel fließen dann in den Fonds und werden von da an die 217 Kassen verteilt. "Zusatzbeiträge einzelner Kassen bereits im kommenden Jahr sind leider nicht auszuschließen", sagte die GKV-Vorsitzende Doris Pfeiffer. Manche Kassen hätten überdurchschnittliche Ausgaben. Kassen, die mit dem Geld aus dem Fonds nicht auskommen, müssen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen.
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