Die meisten gesetzlichen Krankenkassen wollen vorerst keinen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen, zumindest nicht in den ersten sechs Wochen. Was danach kommt, darauf wollen sie sich noch nicht festlegen. Erst kürzlich kündigte der Kassen-Spitzenverband die Erhebung von Zusatzprämien für 2009 an. Wer noch 2008 in die Private Krankenversicherung wechselt, sichert sich individuelle Leistungen und spart dabei noch bares Geld.
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Von einem Großteil der gesetzlichen Krankenkassen soll, den Angaben zufolge, vorerst kein Zusatzbeitrag erhoben werden - zumindest nicht in den ersten sechs Wochen. Ob der Beitrag im Laufe des Jahres doch noch von den gesetzlich Versicherten gefordert wird, steht noch nicht fest, hier wollen sich die meisten Kassen noch nicht festlegen. Nach Ansicht der Bundesregierung dürfte es keine Kasse nötig haben, einen Zusatzbeitrag zu erheben.
Die Kassen selbst sind da ganz anderer Meinung. Gegenwärtig errechnen mehr als 200 Krankenkassen ihren Haushalt für 2009. Erst kürzlich mahnte der Kassen-Spitzenverband, dass die 167 Milliarden Euro in 2009 zu wenig seien und kündigte daraufhin die Erhebung von Zusatzprämien an. Mit Start des Gesundheitsfonds ab Januar 2009 gilt ein einheitlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent bei allen gesetzlichen Krankenkassen, weswegen rund 90 Prozent der Mitglieder mehr an Kassenbeiträgen zahlen werden. Sollten die Kassen mit ihrem Geld nicht auskommen, haben sie die Möglichkeit Zusatzbeiträge zu erheben. Jedoch dürfen diese ein Prozent des Einkommens nicht überschreiten.
Doch das ist noch nicht alles: Überschreitet die Prämie fünf Prozent der Krankenkassenausgaben eines Jahres, steigt der Einheitsbeitragssatz im darauf folgenden Jahr an. Trotzdem können die Kassen weitere Prämien erheben. Das bedeutet für die Versicherten stetig steigende Kosten für die Krankenversicherung, ohne mehr Leistungen dafür zu erhalten. Denn neue Leistungen werden wohl vorerst nicht in den Katalog aufgenommen.
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