In der Gesundheitsversorgung stehen große Änderungen bevor. Ab 2009 sollen alle Versicherten einen Einheitsbetrag von etwa 15 Prozent ihres Einkommens für die Krankenversicherung aufbringen. Vor allem jene, die jetzt von guten Beitragssätzen profitieren, werden deutlich stärker zur Kasse gebeten. Uneins sind Gesetzgeber und Krankenkassen jedoch noch über die mit der Versicherung abgedeckten Leistungen. Vergleichen Sie hier die Angebote und Beiträge verschiedener Anbieter der Privaten Krankenversicherung.
Die Gesundheitsreform ist eine äußerst umstrittene Kur, deren Nebenwirkungen noch gar nicht richtig eingeschätzt werden können. Zahlreiche Experten warnen schon länger vor den Folgen, bisher jedoch umsonst.
Oberste Priorität hat die Senkung der Kosten im Gesundheitssystem. Wie das geschehen soll, wird jedoch von den beiden großen regierenden Parteien ganz unterschiedlich eingeschätzt. Während die CDU die so genannte Kopfpauschale favorisiert, setzt sich die SPD für eine Bürgerversicherung ein. Der Kompromiss aus beiden Lösungen ist der Gesundheitsfonds, der jedoch keinem so richtig behagt.
Mit Prämienanstieg muss gerechnet werden
Das ist einer der Hauptpunkte, auf die sich die Versicherten einrichten müssen: Ab 2009 werden die Versichertenbeiträge in der gesetzlichen Krankenkasse vereinheitlicht. Derzeit wird der dann fällige Beitragssatz auf 15,32 Prozent des Bruttolohns geschätzt. Alle, die jetzt günstig versichert sind und 12-14 Prozent des Bruttoeinkommens zahlen, werden sich dann auf erhöhte Beiträge einrichten müssen. Momentan liegt der Beitragssatz im Durchschnitt bei 14,85 Prozent.
Berechnungen der WirtschaftsWoche haben ergeben, dass die die Politik so 170 von insgesamt 219 Kassen zu einer Beitragserhöhung zwingt. Eine Beitragssenkung der anderen Kassen ist zwar möglich, könnte sich jedoch als Eigentor erweisen, wenn das niedrigere Budget nicht ausreicht und im Nachhinein Zusatzbeiträge erhoben werden müssen. Und hier kommt der Gesundheitsfonds ins Spiel, denn künftig gehen die Beiträge nicht mehr direkt auf die Konten der Kassen. Der Gesundheitsfond verteilt die auflaufenden Summen dann sozusagen einheitlich an die beteiligten Versicherer. Kassen mit vielen Geringverdienern, Arbeitslosen oder chronisch Kranken erhalten dann mehr Geld als bislang, Kassen mit betuchter Klientel entsprechend weniger.
Versicherungsbäumchen wechsel dich
GKV-Pflichtversicherte erwägen, ob sich der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter bis 2009 nicht doch noch lohnt. Weiterhin stellt sich die Frage, ob in Zukunft der Abschluss einer freiwilligen Zusatzversicherung notwendig wird. Mitglieder kleiner Kassen fragen sich hingegen, was aus ihren Versicherungsverträgen wird: die politischen Rahmenbedingungen wenden sich eindeutig gegen den Fortbestand der „Winzlinge“.
Wer freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt, sollte sich jedoch angesichts der zusammengestrichenen Leistungen und des nahenden Zwangsbeitrags überlegen, ob man nicht doch besser zu einer der 40 Privaten wechseln sollte. Aber zu welchem Anbieter? Oder lohnt es sich eher zu bleiben und mit Zusatzversicherungen einer drohenden Unterversorgung entgegenzuwirken?
Geld.de Tipp: Leistungslücken der „Gesetzlichen“ schließen
Gegen die zunehmenden Leistungslücken der Gesetzlichen Krankenkassen können Sie sich mit einer Privaten Krankenzusatzversicherung absichern und somit Ihre finanzielle Belastung verringern.
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Die meisten haben sich an diese versteckten Kosten bereits gewöhnt: 10 € Praxisgebühr, 5 € für die Arznei in der Apotheke. Kleine Beträge, die sich übers Jahr zu einer stattlichen Summe addieren können. Nach dem Gesetz müssen gesetzlich Krankenversicherte im Laufe eines Jahres dann keine Zuzahlungen mehr leisten, wenn diese zwei Prozent des Bruttojahreseinkommens erreicht haben, also jede weitere Zuzahlung diese maximale Belastungsgrenze überschreitet. Bei einem Arbeitnehmer mit einem Jahresbruttoeinkommen von 25.000 € sind das immerhin noch 500 €, die er aus der eigenen Tasche zahlen muss. Zuzahlungen vermeiden I: Wechsel in die Private Krankenversicherung Der Königsweg: ein Wechsel in die Private Krankenversicherung. Mit einer Privaten Krankenversicherung haben Sie nicht nur bessere Leistungen durch einen breiteren Leistungskatalog und bessere medizinische Versorgung, Sie können auch die Zuzahlungen (definiert durch Ihre gewünschte jährliche Selbstbeteiligung) in der Höhe selbst bestimmen. Oder ganz auf eine Selbstbeteiligung verzichten. Ersparnis: 2 % Ihres Jahresbruttoeinkommens. Daneben, oft genug erwähnt, sparen Sie auch bei Ihren monatlichen Beiträgen. Ersparnis: bis zu 2.000 € im Jahr. Jetzt online Tarife vergleichen und in die PKV wechseln. Zuzahlungen vermeiden II: Antrag auf Erstattung Gesetzlich Krankenversicherte können aber auch einen Antrag auf Erstattung von Zuzahlungen stellen. Doch hier steckt der Teufel im Detail. Denn neben dem ohnehin entstehenden bürokratischen Aufwand zeigt der erste Blick in die notwendigen Selbstauskünfte, dass zum „Einkommen“ nicht nur Ihr Lohn oder Gehalt (auch aus Minijobs), sondern auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Kranken-, Arbeitslosen- und Mutterschaftsgeld, Renten, Zinsen und sogar Mieteinnahmen zählen. Nur Kindergeld und Erziehungsgeld bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt. Selbst Teile einer Eigenheimzulage und Unterhaltszahlungen kommen mit in die Berechnung. Familien, in denen wenigstens eine Person als „schwerwiegend chronisch krank“ anerkannt und gesetzlich versichert ist, unterliegen immerhin der Ein-Prozent-Regel. Wie kommen Sie an die Erstattung? Das wichtigste: Alle Nachweise für Zuzahlungen aufheben. Als Nachweis gelten Einzelquittungen mit Namensangabe (!) oder die Eintragungen in dem von der Krankenkasse ausgegebenen Quittungsheft. Zum Beginn des neuen Jahres stellen Sie dann einen Antrag auf Erstattung der Zulagen für das vergangene Jahr. Haben Ihre Zuzahlungen für das abgelaufene Kalenderjahr Ihre individuelle Belastungsgrenze überschritten, wird der übersteigende Betrag von der Krankenkasse erstattet. Im kommenden Jahr beginnt die Prozedur aufs Neue. GELD.de Tipp: Zuzahlungen mit einer privaten Krankenzusatzversicherung vermeiden Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung können Sie sich alle Zuzahlungen erstatten lassen, damit auch alle Zuzahlungen bis zu Ihrer individuellen Belastungsgrenze. Zusatzkrankenversicherung: Jetzt online vergleichen und beantrage mehr...
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