Im Zuge des Konjunkturpakets II wurde eine Senkung des Beitragssatzes auf 14,9 % beschlossen. Da den Kassen aber bereits drei Milliarden Euro fehlen ist das Risiko, entsprechend höhere Zusatzbeiträge zahlen zu müssen, sehr hoch. Wechselwillige erwartet in der privaten Krankenversicherung dagegen eine sichere Gesundheitsversorgung zu Top-Konditionen.
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Gerade erst wurde der neue einheitliche Beitragssatz auf 15,5 Prozent festgelegt, jetzt soll sich dies aufgrund der anhaltenden Finanzkrise wieder ändern. Die große Koalition hat im Zuge des zweiten Konjunkturpaketes beschlossen, den Einheitsbeitrag zum Gesundheitsfonds auf 14,9 Prozent zu senken. Laut der Ersatzkassen wird das aber keine Wirkung zeigen.
Da in der gesetzlichen Krankenversicherung drei Milliarden Euro fehlten, seien die Kassen schon Mitte des Jahres gezwungen, von ihren Versicherten Zusatzbeiträge zu verlangen, erklärte der Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes (Vdek), Christian Zahn. Die gleichzeitige Entlastung in Form der Beitragssenkung werde dadurch dann nicht nur aufgehoben, eventuell müssten einige unterm Strich sogar mehr bezahlen.
Auch der Vorsitzende des größten Einzelverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Thomas Ballast, ist der Meinung, dass die geplante Senkung keinen Einfluss auf die Konjunktur haben wird. Stattdessen verfahre die Bundesregierung nach dem Prinzip, mehr Geld in die rechte Tasche zu stecken und es zugleich aus der linken Tasche wieder zu nehmen.
Die Versicherten würden nach den derzeitigen Plänen nur um bis zu elf Euro im Monat entlastet, rechnete Zahn vor. Im Gegenzug drohten ihnen Zusatzbeiträge von acht bis 36 Euro. „Es wäre also vernünftiger gewesen, den Gesundheitsfonds besser auszustatten.“ Auch aus Gründen der Gleichstellung: Von der Beitragssenkung profitierten Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen, die Zusatzbeiträge müssten die Versicherten aber allein aufbringen. Erste Zusatzbeiträge werden wohl noch vor der Bundestagswahl im Herbst von Kassen in Finanznot erhoben werden, erklärte Ballast.
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