„Die 15,5 Prozent werden nicht das Ende der Fahnenstange sein“, so sieht Jürgen Lang, Vorstandsmitglied der DKV, die Zukunft der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Beiträge werden weiter steigen, nur das jetzt nicht mehr die Kassen, sondern die Politik entscheidet, ob das Geld ausreicht oder Beitragserhöhungen fällig werden. Wer dieser Spirale entkommen möchte, ist mit einer Privaten Krankenversicherung gut beraten.
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„Für die Versicherten wird der neue Gesundheitsfonds kaum Vorteile bringen.“ Jürgen Lang, Vorstandsmitglied der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV), beanstandet, dass „die meisten Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ab dem 1. Januar 2009 höhere Monatsbeiträge zahlen müssen, ohne dass sie dafür bessere Leistungen erwarten können.“ Für Selbstständige fällt sogar der Anspruch auf Krankengeld weg und sie müssen sich zusätzlich versichern.
Der Staat sorgt mit dem einheitlichen Beitragssatz zwar dafür, dass mehr Geld in das Gesundheitssystem fließt, bei den zusätzlich zur Kasse gebetenen gesetzlich Versicherten wird davon jedoch kaum etwas ankommen. Zwar können gut wirtschaftende gesetzliche Krankenkassen im Nachhinein ihren Mitgliedern einen Beitragsnachlass gewähren. Die Regel wird das aber eher nicht sein. „Ein großer Teil dieser Krankenkassen wird auch mit 15,5 Prozent nicht auskommen“, meint Lang.
Weiterhin ist damit zu rechnen, dass künftig nicht mehr alle Standardleistungen durch den normalen Beitragssatz abgedeckt werden können. „Die Spirale der Beitragserhöhungen wird sich fortsetzen. Der Unterschied ist nur, dass statt der einzelnen Krankenkasse künftig Jahr für Jahr die Politik für alle zusammen entscheidet, ob das im Gesundheitstopf eingesammelte Geld ausreicht oder nicht und Beitragserhöhungen fällig werden.“ Für die Zukunft prognostiziert Lang weiter steigende Beiträge. „Die 15,5 Prozent werden sicher nicht das Ende der Fahnenstange für die gesetzlich Versicherten sein.“
Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist für viele Versicherte — zum Beispiel für Beamte, Selbstständige, Freiberufler und freiwillig versicherte Angestellte — ein Ausweg aus der Spirale der Beitragserhöhungen. Vor allem jüngere Versicherte können für niedrigere Beiträge zum Teil deutlich bessere Leistungen als gesetzlich Versicherte erhalten.
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