Zu deutlichen Mehrausgaben im Gesundheitswesen wird die steigende Lebenserwartung in Deutschland führen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Alter und steigende Lebenserwartung - Eine Analyse der Auswirkungen auf die Gesundheitsausgaben" des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP).
Diese, für die künftige Kostenentwicklung unseres Gesundheitssystems, außerordentlich wichtige Fragestellung wurde erstmals auf Basis von umfassenden Daten ausgewertet, mit dem eindeutigen Ergebnisse, dass die steigende Lebenserwartung mit einem deutlichen altersabhängigen Kostenanstieg einhergeht.
"Die Politik sollte auf die weiter steigende Belastung des Gesundheitssystems reagieren", kommentiert der Geschäftsführer des WIP, Christian Weber, das Ergebnis: "Wird unser Gesundheitssystem nicht zügig demografiefester ausgestaltet, dann droht am Ende eine Politik lediglich der Kostendämpfung und Rationierung und zwar zulasten des medizinischen Fortschritts. Dies geht dann allerdings mit dem Risiko einer Verschlechterung der Perspektive für eine weiter steigende Lebenserwartung einher."
Die Ausgaben von 1,2 Millionen PKV-Versicherten wurden in der Studie ausgewertet und deren Veränderung über zehn Jahre analysiert. Zum Vergleich wurden zusätzlich Daten aus dem Risikostrukturausgleich der gesetzlichen Krankenversicherung verwendet. Die Auswertung zeigt:
Somit erfüllt sich die Hoffnung, dass die durch die längere Lebenserwartung gewonnenen Jahre lediglich zu einer Verschiebung der Ausgaben ins höhere Alter führen, nicht. Daher kann keine Entwarnung für das Gesundheitswesen und speziell für die umlagefinanzierte gesetzliche Krankenversicherung gegeben werden. Dagegen ist die kapitalgedeckte private Krankenversicherung auf die Herausforderungen des demografischen Wandels gut vorbereitet.
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