Die Gefahr einer Überschuldung droht immer dann, wenn ein Missverhältnis besteht zwischen zur Verfügung stehenden Einnahmen und den Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Rechnungen und für in Anspruch genommene Kredite. Weiteres Kennzeichen: Das Missverhältnis erstreckt sich über einen längeren Zeitraum - eine vorübergehende Phase des Ungleichgewichts kann in den allermeisten Fällen aufgefangen werden. Ausgelöst wird eine Überschuldung zumeist durch unvorhergesehene Ereignisse wie Kündigung des Arbeitsplatzes, Trennung vom Partner, Scheidung, Krankheit oder Tod eines Partners. Eine Überschuldung hat dann nicht selten psychische Belastungen zur Folge wie zum Beispiel schwere Depressionen. Um einer Überschuldung vorzubeugen, bieten sich probate Hilfsmittel an. Das einfachste und zugleich wirkungsvollste ist das Führen eines Haushaltsbuches. Hier werden über einen Zeitraum von beispielsweise drei Monaten alle Ausgaben erfasst und den Einnahmen gegenübergestellt. Oft wirkt allein das Notieren aller Ausgaben auf das Konsumverhalten disziplinierend, denn das Haushaltsbuch bringt auch die kleinen "Löcher" ans Tageslicht, durch das das Geld aus dem Haushalt rinnen kann.
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