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Kapitalbedarfsplanung

Der Begriff Kapitalbedarfsplanung tritt vorrangig in Verbindung mit der Existenzgründung auf. In einem Kapitalbedarfsplan wird der Kapitalbedarf für einen bestimmten Zeitraum zur Unternehmensführung aufgestellt. Daraus wird ein Gesamtkapitalbedarf errechnet, in dem sich das Verhältnis von Eigenkapital zum eigentlich notwendigen Kapitalbedarf widerspiegelt. Reicht das Eigenkapital nicht aus, muss eine Fremdfinanzierung geplant und durchgeführt werden. Die Kalkulationsunterlagen für die Kapitalbedarfsplanung sollen notwendige Anschaffungen (Maschinen, Gebäude, Kraftfahrzeuge, auch Kleinteile), vorhandenes Vermögen (Anlage- und Umlaufvermögen) und die Betriebskosten wenigstens für die ersten drei Monate (Personalkosten, Miete) sowie aufzuwendende Gründungskosten enthalten, um ein optimales Kreditgespräch mit der Bank oder dem Kreditinstitut vorzubereiten. Eine realistische Kapitalbedarfsplanung, die eine Rückzahlung der Kreditsumme in der Praxis zeigen kann, ist aus Sicht der Bank unumgänglich. Außer bei Neugründungen ist eine Kapitalbedarfsplanung auch für bestehende Unternehmen von Wichtigkeit, denn diese müssen die Kosten für geplante Investitionen oder den Geschäftsbetrieb selbst genau feststellen, um sich die finanziellen Mittel rechtzeitig beschaffen zu können.

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