Entscheidet sich der künftige Immobilienbesitzer für einen Fremdwährungskredit, müssen alle Vor- und Nachteile gegeneinander abgewägt werden. Die Kreditaufnahme in einer fremden Währung ist von der Wechselkursentwicklung abhängig. Da diese auch von Experten nicht kalkuliert werden kann, liegen hier die speziellen Risiken eines Fremdwährungskredits. Wer von einer fremden Währung bei seiner Baufinanzierung profitieren will, hofft, dass der Wechselkurs stabil bleibt oder spekuliert sogar auf einen Wertverlust der anderen Währung. Aufgenommen wird in der Regel in Schweizer Franken oder Japanischem Yen, wobei sofort in die Fremdwährung konvertiert wird. Geldgeber verlangen meist bei einem Fremdwährungskredit die Zusage zu einer Nachschusspflicht. Im Falle eines gestiegenen Wechselkurses können zusätzliche Sicherheiten beim Darlehensnehmer eingefordert werden. Wird diese Nachschusspflicht nicht erfüllt, führt der Geldgeber eine Kurssicherung durch, die zu Lasten des Kunden geht. Wer auf einen Zinsvorteil hofft, kann von einem Fremdwährungskredit profitieren. Der sicherheitsorientierte "Häuslebauer" ist mit einem herkömmlichen Hypothekendarlehen jedoch weitaus besser bedient.
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