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Desinvestition

Als Desinvestition in einem Unternehmen zählt ein Verkauf von Produktionsmitteln, indem Kapazitäten reduziert werden und sich von Maschinen und Anlagen oder anderem Anlagevermögen getrennt wird. Derartig begründete Desinvestitionen finden oft in konjunkturellen Flauten statt und bauen volkswirtschaftliche Überkapazitäten ab. Bei volkswirtschaftlich flächendeckender Desinvestition steigt durch die damit verbundene Personalfreisetzung meist die Arbeitslosigkeit an. Eine Investition im Finanzsektor erfolgt immer dann, wenn es darum geht, Geldbeträge in Kapital zu verwandeln und es damit in anderen Vermögensformen zu binden. Eine Desinvestition zeigt sich hier genau verkehrt herum. Verschiedene Werte von Vermögen werden freigesetzt, um aus einem Verkauf Geldmittel zu erwerben, die für eine Weiterverwendung eingesetzt werden. Um diese Desinvestition als Umfinanzierung herbeizuführen, werden Produkte des Finanzmarktes wie Wertpapiere und Beteiligungen sowie weitere Anlageprodukte, die einen nur minimalen Ertrag oder einen Verlust für das Bankunternehmen bringen, verwertet und verkauft. Damit werden Geldmittel erzielt, die eine Neuinvestition in andere Finanzwerte gestatten, da diese höhere Gewinne versprechen.

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