Die Zielgruppe der PKV ist klar definiert. PKV bedeutet private Krankenversicherung. Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist nur Personen erlaubt, die nicht versicherungspflichtig sind oder das Recht haben, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Selbstständige und Freiberufler sind grundsätzlich nicht versicherungspflichtig und dürfen eine private Krankenversicherung abschließen. Zur Zielgruppe der PKV zählen jedoch auch Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 49.950 Euro Brutto pro Jahr, die sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und wechseln können. Auch Beamte und Beamtenanwärter sind nicht versicherungspflichtig und können eine PKV abschließen. Studenten können sich ebenso von der Versicherungspflicht befreien lassen und der PKV beitreten, weshalb auch sie zur Zielgruppe der PKV gehören. Hier geht man davon aus, dass sie nach Abschluss ihres Studiums ohnehin relativ schnell entweder in die Selbstständigkeit gehen oder aber als Angestellte innerhalb nur kurzer Zeit die Versicherungspflichtgrenze im Einkommen erreichen. Die Zielgruppe der PKV ist deswegen so klar definiert, weil der Gesetzgeber festlegt, dass Arbeitnehmer mit einem Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze versicherungspflichtig sind, aber auch Rentner, Arbeitslose und Hartz IV Empfänger fallen unter die Versicherungspflicht. Damit konzentriert sich die Zielgruppe der PKV auf die besser Verdienenden und auf Personen, die aufgrund ihres beruflichen Stands rein statistisch gesehen gesünder sind, gesünder leben aber auch grundsätzlich seltener medizinische Leistungen benötigen. Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind aufgrund dieser speziellen Zielgruppe der PKV sehr niedrig.
(aktueller Stand der Zahlen 08/10)
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