Seelische Erkrankungen können einen Menschen ebenso in seiner Gesundheit und daraus folgend in seiner Handlungsfähigkeit einschränken wie eine körperliche Erkrankung. Viele seelische Erkrankungen lösen auch, bleiben sie unbehandelt, körperliche Erkrankungen aus. Die Psychotherapie ist daher eine wichtige, medizinische Maßnahme zur Behandlung von seelischen Erkrankungen. Seelischen Erkrankungen können zum Beispiel leichte bis schwere Depressionen sein,aber auch Angststörungen, Essstörungen und Neurosen und Psychosen aller Art, die durch verschiedene Ereignisse im Leben entstehen oder ausgelöst werden können, zählen dazu. Eine Psychotherapie darf nur durch einen anerkannten Psychotherapeuten durchgeführt werden. Sie wird in der Regel vom behandelnden Hausarzt empfohlen oder angeordnet. Eine Psychotherapie findet immer in mehreren Sitzungen statt, die über einen bestimmten Zeitraum verteilt sind. In einigen Fällen genügen zehn oder zwanzig Sitzungen. Bei schwerwiegenden, seelischen Erkrankungen muss die Psychotherapie manchmal sogar über mehrere Jahre stattfinden. Die gesetzliche Krankenkasse kommt für die Kosten einer Psychotherapie auf, allerdings muss tatsächlich medizinische Notwendigkeit vorliegen und nachgewiesen werden. Die Kostenübernahme der Psychotherapie muss im Vorfeld geklärt werden. Bei der privaten Krankenversicherung hängt es vom gewählten Tarif ab, ob die Kosten übernommen werden.
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