Wenn im allgemeinen Sprachgebrauch von latent die Rede ist, so bedeutet das, dass etwas schwach, fast nicht zu spüren bzw. vorhanden ist. Man spricht beispielsweise von einer latent bestehenden Aggression, einer latenten Depression oder einem latent vorhandenen Talent. Im medizinischen Sinn spricht man von latent, wenn eine Krankheit nicht vollständig ausgeheilt werden kann. Sie verursacht keine Symptome mehr, befindet sich jedoch noch immer im Körper und kann jederzeit wieder ausbrechen. Es gibt viele Viren die, sind sie einmal in den Körper eingedrungen, dort lebenslang verbleiben, auch wenn die primäre Erkrankung, die sie ausgelöst haben, geheilt werden konnte. Bei Hepatitis-Viren ist dies häufig der Fall. Sind die Abwehrkräfte des Betroffenen geschwächt wie beispielsweise bei einer Erkältung, einer Grippe oder aber auch bei starker seelischer Belastung, kann das Virus erneut ausbrechen und muss wieder behandelt werden. Bei Herpes kommt es immer wieder zur Bildung von Bläschen am Mund oder an anderen Schleimhäuten. Wer sich den Herpes Virus zugezogen hat, behält ihn latent im Körper und wird, zum Beispiel in Zeiten starker Belastung, an den Symptomen erkranken.
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