Allgemein betrachtet ist die Epikrise eine fein abgestufte Beurteilung über etwas oder jemanden. Im medizinischen Bereich ist eine Epikrise eigentlich immer dazu da, einen weiter behandelten Arzt, an den ein Patient überwiesen wird, darüber zu informieren, welches Krankheitsgeschehen rückblickend aufgetreten ist und welche Therapie veranlasst wurde, da dieser ohne diese wichtigen Informationen keine Behandlung einleiten kann. Somit enthält jeder Arztbrief, Entlassungsbrief oder Überweisungsschein sozusagen eine Epikrise, da der weiter behandelnde Arzt ohne die darin befindlichen Informationen über den Patienten, nämlich die Anamnese, die Diagnostik des Krankheitsbildes, die Entwicklung der Krankheit und die dazu notwendigen Befunde, die Diagnosen, die empfohlenen Medikationen und die vorgenommenen Behandlungsmethoden des vorherigen Arztes nur schwer eine Weiterbehandlung vornehmen kann. Auch enthalten ist die Schwere der Erkrankung und deren Lokalisation sowie eventuell eine Prognose des überweisenden Arztes. Bei Problemen bei der Befunderhebung, wie zum Beispiel Sprachprobleme oder auffälliges Verhalten, sind auch diese in der Epikrise verzeichnet.
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