Unter der Entmündigung einer Person versteht man die gerichtliche Entziehung der Geschäftsfähigkeit der jeweiligen Person. Der Antrag auf Entmündigung wird in der Regel durch eine andere Person gestellt. Um eine Person zu entmündigen, müssen schwerwiegende Gründe vorliegen, da der betroffenen Person dadurch verschiedene Rechte entzogen werden. In der Regel handelt es sich bei Personen, die entmündigt werden sollen um Personen, die eine geistige oder körperliche Behinderung oder eine schwere Krankheit haben. In diesem Fall ist eine Entmündigung sinnvoll, um bestimmte Rechte an eine andere Person zu übergeben. Dies ist beispielsweise bei Demenzerkrankungen der Fall. Ebenso können Personen entmündigt werden, wenn sie straffällig geworden sind oder unter Rauschgift- oder Alkoholsucht leiden. Im Falle einer Entmündigung muss ein Betreuer bestellt werden. Dieser Betreuer muss sich um die Krankenversicherung der entmündigten Person und andere Angelegenheiten kümmern. Eine Entmündigung lässt sich jedoch nicht ohne weiteres durchsetzen, denn sie entzieht der betroffenen Person tatsächlich die vollständige Geschäftsfähigkeit und das Recht, Entscheidungen zur eigenen Person zu treffen. So kann der Betreuer beispielsweise einen Heimaufenthalt anordnen, ohne dass die entmündigte Person sich dagegen zur Wehr setzen kann. Die Gerichte prüfen aus diesem Grund die Anträge auf Entmündigung sehr genau. Der Antrag auf Entmündigung bedarf außerdem einer ausführlichen Begründung.
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