Das Entfernen und fachgerechte Entsorgen von Kontaminationen, also gesundheitsgefährdender Verschmutzungen, bei Gegenständen und hauptsächlich auch Personen wird Dekontamination genannt. Diese gefährlichen Verunreinigungen können chemisch, radioaktiv oder biologisch sein (ABC-Gefahrstoffe). Das Wichtigste bei der Durchführung einer Dekontamination ist der Selbstschutz, da durch mangelnden Selbstschutz die Kontamination weiter übertragen werden kann, aber auch die Person, die die Dekontamination durchführt, kann selbst in Gefahr geraten mit den Giftstoffen in Berührung zu kommen und zu erkranken. Ferner ist die organisatorische, personelle, qualifizierte und technische Vorbereitung des Personals die Basis des Erfolgs von Dekontaminationsmaßnahmen. Die Dekontamination von Gegenständen, Objekten oder Flächen wird meist von der Feuerwehr durchgeführt, soll eine Person dekontaminiert werden, beispielsweise ein Patient im Krankenhaus, der mit dem multiresistenten Staphylococcus aureus (auch MRSA genannt) infiziert ist, erfolgt dies nach bestimmen Vorgaben und durch einen examinierten Krankenpfleger bzw. einer examinierten Krankenschwester. Fachpersonal ist hier Vorschrift, da es die erforderlichen besonderen Schutzmaßnahmen kennt. Für die durchführende Person der Dekontamination ist das Tragen von Handschuhen, sowie Kittel und Mundschutz erforderlich, da es sonst höchstwahrscheinlich zu einer weiteren Übertragung des MRSA kommt. Bei MRSA-Trägern wird zusätzlich zum verabreichten Antibiotikum desinfizierende Salbe, Seife und Shampoo eingesetzt, welche die Bakterien auf der Haut entfernen sollen. Mehrmalige Kontrollabstriche geben Auskunft über den Erfolg der Dekontamination.
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