Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, ist eine oft in Kindesjahren beginnende psychische Erkrankung, die sich in Aufmerksamkeitsstörungen, Impulsivität und Hyperaktivität äußert. Ursache für ADHS ist nach heutigem Forschungsstand ein Zusammenwirken psychischer, biologischer und sozialer Faktoren. Bei etwa der Hälfte der ADHS-Betroffenen besteht zudem eine genetisch bedingte Störung der Signalverarbeitung im Gehirn. Hinweise auf ADHS können durch den BP-Konzentrationstest nach Esser gefunden werden, sollten jedoch dann durch einen mit ADHS vertrauten Psychologen oder Arzt überprüft werden. Abzugrenzen von ADHS ist das sogenannte ADS, bei dem die Hyperaktivitätskomponente ausbleibt. Eine Behandlung von ADHS ist möglich und gerade im Kindesalter für eine störungsfreie Entwicklung auch notwendig. Die in der Regel ambulante Behandlung sollte nach heutigen Maßstäben in mehreren parallelen Behandlungsschritten erfolgen - so sind insbesondere die Psychotherapie und die Pharmakotherapie als potentielle Behandlungsansätze zu erwähnen, die die Grundlage für einen erfolgreichen Umgang mit ADHS legen können. Bei mittel- bis schwerbetroffenen Patienten ist eine Medikation als notwendig anzusehen, die in Form von Stimulanzien den Dopaminstoffwechsel im Gehirn fördert. Methylphenidat, das in Deutschland unter dem Handelsnamen Ritalin vertrieben wird, ist das wohl geläufigste Medikament. In allen anderen Fällen sollten jedoch die vielfältigen Therapiemöglichkeiten wie die Verhaltenstherapie, die Familientherapie oder aber die direkte Intervention bei schulischen Problemen sowie eventuell alternative Behandlungsmethoden in Betracht gezogen und ausgereizt werden, bevor zu einer medikamentösen Therapie übergegangen wird.
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