Der Euro notiert jenseits der 1,50 US-$. Die starke Währung der Euro-Zone macht den Finanzministern zu schaffen: „Heute sagen wir zum ersten Mal, dass wir angesichts der gegenwärtigen Umstände besorgt wegen exzessiver Kursbewegungen sind.“ Doch nicht nur Risiken, sondern auch Möglichkeiten sind mit einem schwachen US-Dollar verbunden.
Kursverluste und gestiegener Wechselkurs
Die Subprime-Krise, negative Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung und nicht zuletzt auch stark gesenkte Kapitalmarktzinsen haben die internationale Leitwährung auf Talfahrt geschickt. Gleichzeitig korrigierten die Aktienmärkte in den USA in diesem Jahr erheblich.
Diese beiden Entwicklungen haben manchen Anleger in Europa schwer getroffen, wurden seine Depotwerte in den USA doch doppelt getroffen. Doch durch den starken Euro im Zusammenspiel mit einem schwachen Dollar bieten sich Anlegern auch Chancen.
Aktienfonds USA
Natürlich ist die Voraussage der Entwicklung einer international so vernetzten Wirtschaft wie der USA zu prognostizieren. Insbesondere bei kurzen und mittleren Zeithorizonten tun sich Experten dabei sehr schwer. Langfristig hingegen ist davon auszugehen, dass sich die US-amerikanische Wirtschaft wieder erholen wird. Damit ein wenig vorlaufend auch die Kurse in den USA. So bieten sich, bedingt durch das währungs- und kursbedingte günstige Preisniveau auch langsam ein vorsichtiges Investment in Fonds, die stabil mit einer guten Ertragslage aufgestellt sind und nicht bei jedem Husten der Börse in die Knie gehen.
Investments in Einzeltitel sollten jedoch noch genauer unter die Lupe genommen werden.
Edelmetalle
Auch Edelmetalle wie beispielsweise Gold oder Silber bieten noch Chancen. Selbst die hervorragende Preisentwicklung der beiden für die Kapitalanlage lässt sich aus europäischer Sicht noch entspannt angehen, hat doch der starke Euro einen Teil dieser Gewinne wieder aufgefressen. Anleger, die Edelmetalle als sicheren Hafen gegen Inflation verwenden, könnten also – noch – investieren.
Rentenfonds USA
Genau kalkulieren sollten Anleger jedoch bei Engagements in diese Fondssparte. Einerseits sind diese Fonds schon jetzt sehr gut gelaufen, also teurer geworden, andererseits spekulieren die Anleger dieser Fonds auf eine Zunahme der Zinsdifferenz zwischen dem US-Dollar und dem Euro: Sinkende Zinsen in den USA und idealerweise konstante Zinsen in der Euro-Zone. Diese Rechnung sollte aber höchstens mittelfristig aufgehen, denn langfristig überwiegen für die europäischen Währungshüter sicherlich die Risiken für die europäische Wirtschaft – und damit die Chancen auf Zinssenkungen in der Eurozone. Eine solche würde bei Rentenfonds mit Fokus auf den US-Amerikanischen Markt zu Kursverlusten führen, die durch die Renditen nur schwer oder nicht kompensiert werden könnten.
Kein Währungsrisiko
Kein Risiko durch Wechselkurse besteht natürlich bei Anlagen in der Euro-Zone. Langfristig können Anleger hier – auch die Abgeltungssteuer im Blick – Aktien treu bleiben. Mittelfristig sind auch hier Renten interessant, denn aktuell gehen Finanzexperten eher davon aus, dass die Zinsen der Eurozone sinken als steigen könnten.
Humorvoll nutzen: Weniger ausgeben
Vielleicht nutzen Sie den starken Euro im Vergleich zum schwachen Dollar auch einfach für die schon lang fällige Reise in die Staaten.
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