Endlich geht es für Kunden der Lebensversicherer allmählich wieder bergauf. 2007 steigt erstmals seit zwölf Jahren der Durchschnitt der Verzinsung aus Garantie und Überschuss von rund 4,2 auf 4,3 Prozent wieder. Das ergab eine Umfrage unter 28 Gesellschaften, die für mehr als zwei Drittel des Marktes stehen.
Allerdings bleibt die durchschnittliche Verzinsung der in Deutschland weitverbreiteten Sparform trotz leichter Aufwärtsbewegung auf einfachem Niveau. Denn sie war zuvor in drei großen Schritten von 7,1 auf 4,45 Prozent gefallen. Ursache war der Kursverfall auf den Aktienmärkten.
Etwa 30 Millionen Sparer, die ihr Geld in kapitalbildenden Renten- und Lebensversicherungen anlegen, sind Kunden der Lebensversicherer. Dazu zählen auch die meisten der staatlich geförderten Riester- und Rürup-Renten sowie viele Verträge in der betrieblichen Altersversorgung. Wenn nun die Überschussbeteiligungen wieder steigen, werden auch die jährlich mitgeteilten Prognosen für die Ablaufleistungen nach oben angepasst, die zuvor jahrelang nach unten korrigiert worden waren. Maßgeblich dafür sind Garantiezins und Überschussbeteiligung. Aber den Versicherten steht noch ein weiterer Zins zu: die Zuweisungen für Schlussgewinne, die - anders als Überschuss und Garantie - erst am Ende der Vertragslaufzeit verbindlich gutgeschrieben werden.
Aber: Es ist ratsam nur auf Garantie und Überschussbeteiligung zu achten. Denn die Schlussgewinne können in schlechten Zeiten auch wieder genommen werden.
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