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Interessantes Instrument in unsicheren Zeiten: Aktienanleihen

Aktienanleihen sind wieder interessanter: Die Korrekturen an den Finanzmärkten in der vergangenen Zeit haben diese Finanzinstrumente nicht verschont, damit die max. Rendite vergrößert. Und die steuerlichen Regelungen haben die Erzielung eines Einlösungsgewinns attraktiv gemacht.

Aktienanleihen sind an den Finanzmärkten beinahe schon traditionelle Instrumente. Sie bieten eine hohe Verzinsung, sind aber auch mit einem nicht zu verachtenden Risiko verbunden. Auch bei dieser Anlageform spielen falsches Timing und mangelnde Information über Gesamtmarktlage und Basiswert erhebliche Rollen bei der Erzielung von Gewinn und Verlust.

Bei einer Aktienanleihe, im Gegensatz zu klassischen Anleihen, kann der Emittent zum Einlösezeitpunkt zwischen der Rücknahme zum Nennwert oder der Ausgabe einer bestimmten Anzahl des zugrundeliegenden Basiswerts entscheiden. Letzterer, bspw. Aktien eines deutschen Blue Chips, wurde bei Emission der Anleihe mit Kurs und Anzahl festgeschrieben. Dabei ist der Gesamtwert der Stücke geringer als der Nominalwert der Anleihe. Begibt der Emittent also bei Fälligkeit Aktien, erleidet der Anleger einen Verlust.

Aktienanleihen sind in den letzten Monaten ebenfalls aus der Mode gekommen. Dennoch bieten diese Instrumente wieder Chancen.

Argumente für Aktienanleihen:

  1. Die Verzinsung ist bei niedrigem Zinsniveau attraktiv. Die pauschale Besteuerung mit 25 % ist für viele erheblich attraktiver als bisher.
  2. Durch die Kurskorrekturen haben auch Anleihen erheblich an Wert verloren.
  3. Erzielt der Anleger einen Einlösungsgewinn und hat die Anleihe vorher länger als 12 Monate gehalten, ist der Einlösungsgewinn (seit 2007) steuerfrei.

Argumente gegen Aktienanleihen

  1. Der mögliche Gewinn ist begrenzt.
  2. Seit 2007 kann ein auftretender Einlösungsverlust nicht mehr gegen die Zinserträge gerechnet werden. Die Zinsen muss der Anleger also komplett versteuern, während er den Verlust nicht mehr geltend machen kann.

Beachten sollten Sie:

  1. Wählen Sie einen Standardwert mit einer hohen Marktkapitalisierung. Hat die Aktienanleihe mehr als einen Basiswert, sollte die Korrelation gut sein. Vermeiden Sie Technologiewerte, deren hohen Kursschwankungen sehr risikoreich sein.
  2. Bei Aktienanleihen gilt allgemein: Je niedriger der Basiswert und je kürzer die Laufzeit, desto besser.
    ABER: Wählen Sie nach Möglichkeit eine Anleihe, die sie länger als 12 Monate halten können (die Fälligkeit sollte also frühestens April 2009 sein).
  3. Wählen Sie eine Aktie, die Sie auch langfristig für aussichtsreich halten.

In jedem Fall gilt aber: Aktienanleihen sind Finanzinnovationen. Genaue Information über Markt, Wirtschaft, Branche und Basiswert sind entscheidend für die richtige und damit Erfolg bringende Entscheidung.

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