Die Inflation nagt am Geld der Sparer. Doch gibt es jetzt eine Gegenmittel: inflationsgeschützte Anleihen. Mit der Inflationsrate steigen ihr Zins und ihre Rückzahlung.
Laut der europäischen Statistikbehörde Eurostat lag die Preissteigerungsrate im Jahr 2006 in Deutschland bei 1,8 Prozent. Zurzeit wird allgemein mit Inflationsraten von 2 Prozent gerechnet. Vom Wertverlust betroffen, sind vor allem Geldvermögen, in erster Linie Bargeld, aber auch Geld, das in Zinspapieren angelegt ist. Hingegen sind Sachwerte weniger von der Inflation betroffen.
Spezielle Anleihen können vor Wertverlust schützen. Ihr Zins und ihr Rückzahlungsbetrag steigen mit der Inflationsrate. Solche Papiere gibt es international schon länger. In Deutschland ist seit einem Jahr eine inflationsgeschützte Bundesanleihe auf dem Markt. Sie hat eine Laufzeit bis 2016 und ist mit einer festen Verzinsung von 1,5 Prozent ausgestattet.
Der Inflationsausgleich wird extra bezahlt, darum ist der Kupon so niedrig. Auf die eingezahlte Summe und auf die Zinsen gibt es diesen Inflationsausgleich. Würde ein Anleger 1000 Euro in diese inflationsgeschützte Anlage investieren, bekäme er nach einem Jahr 15 Euro Zinsen plus einen Inflationsausgleich von 1,8 Prozent auf 15 Euro, macht 27 Cent. Würde die Anlage zum gleichen Zeitpunkt fällig, käme zu den Zinsen auch noch der Inflationsausgleich auf die Summe bei 1,8 Prozent 18 Euro. Insgesamt würde der Anleger also 1033,27 Euro mit der inflationsgeschützten Anlage bekommen.
Inflationsgeschützte Anleihen gelten als Finanzinnovationen. Deshalb müssen Sie Kursgewinne auch nach Ablauf der zwölfmonatigen Spekulationsfrist versteuern.
Fazit:
Teilen Sie Ihr Geld auf. Einen, wenn auch begrenzten Inflationsausgleich bieten auch herkömmliche Anleihen. Anleihen mit festem Zins sind sogar besser als Inflationsgeschützte, wenn die Inflation weniger als erwartet steigt. Setzen Sie also nur auf diese Form der Anlage, wenn Sie mit stark wachsendem Wertverlust rechnen.
Service
Suchen Sie vielleicht?
Informationen