Die Produkte haben wohlklingende Namen. Meist befindet sich eine „0“, „Null“ oder auch „Free“ im Namen. Beworben werden die Girokonten eigentlich immer mit einem Kern: Keine Gebühren. Doch wie sieht es an der Gebührenfront wirklich aus? Verdienen die Banken mit dem Geld Ihrer Kunden oder dem mittels Dispo-Kredit ausgeliehenem Geld wirklich genug? Hier erfahren Sie, wie Banken Ihr Geld auch verdienen, nebenbei quasi.
Wie für die meisten Produkte gilt auch für ein Girokonto: Vergleichen lohnt immer. Mit dem Mehraufwand, der für Recherchieren und Nachfragen entsteht, können Sie selbst dann noch einiges an Geld sparen, wenn Sie umsteigen.
Versteckte Gebühren – Kostenfalle?
Allein schon bei dem vereinbarten Zinssatz für den Dispokredit gibt es eine enorme Differenz: bis zu 7,50 % Unterschied, bei einer Inanspruchnahme von durchschnittlich 2.000 € immerhin 150 € . Doch auch bei den Überziehungszinsen greifen Banken gerne einmal zu, auf bis zu 19,50 % kann dann der Zinssatz für das geliehene Geld ansteigen. Und bei Dispos, die bis zu einer bestimmten Höhe einen günstigen Satz versprechen, achten Sie auf den Zinssatz, der oberhalb davon gilt.
Bargeld im Ausland abzuheben, insbesondere in Ländern, die nicht in der EU sind, kann ebenfalls sehr teuer werden. Gebühren von 120 € pro Abhebung sind möglich. Da sind doch Reisechecks eine günstige Alternative.
Brauchen Sie eine zweite Kunden- oder EC-Karte für Ihren Partner, kommen Sie auch nicht bei allen Banken kostenlos weg. Da werden schon einmal 5 € pro Jahr fällig.
Müssen Sie Ihre Karte(n) einmal sperren lassen, können Sie dies beinahe allen Banken über eine kostenlose Hotline durchführen lassen, aber meist sind hier zwischen 10 € und 15 € fällig, bei einigen Instituten sogar für die Sperrung der EC- oder Kundenkarte.
Duplikate von Belegen oder Kontoauszügen lassen sich die Institute zuweilen auch gut bezahlen. Hier kommen Sie bei der richtigen Bank schon einmal auf eine Gebühr von 11 € für ein Duplikat.
Aber, die Banken geben auch zurück. Bei der Zahlen mit einer Kreditkarte zahlen einige Institute Rabatte, für Guthaben gibt es bisweilen sogar mehr als 2 %. Letzteres kann sich auch neben einem „normalen“ Sparbuch sehen lassen.
Perfekte Wahl - auf Ihre Anforderungen kommt es an.
Die richtige Wahl der Bank und die Wahl des Girokontos hängen von Ihren Anforderungen ab. Wichtige Entscheidungskriterien sind beispielsweise der monatliche Geldeingang, der durchschnittliche Kontostand, die Anzahl der Buchungen und sogar die Frage, wie oft Sie im Ausland an Geld kommen müssen. Denn – aller Versprechen zum Trotz – das ist oft nicht weltweit kostenlos. Und nicht zu vergessen ist auch der Service vor Ort ein wichtiger Faktor. Denn wer gerne in die Filiale geht und Online-Banking ablehnt, für den fallen die Direktbanken schon einmal aus.
Ein Vergleich lohnt sich immer für Sie.
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