Bei den Kosten für Abschluss und Verwaltung sind Fondssparpläne deutlich teurer als Lebensversicherungen. Denn: einen rund doppelt so hohen Renditeabschlag zahlen Anleger bei einem Vertrag mit 30 Jahren Laufzeit. Diese Ergebnisse wurden in einer Analyse der Abschluss- und Verwaltungskosten vom Institut für Versicherungswesen (IVW) der FH Köln und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erhoben.
Der Untersuchung wurde eine Modellrechnung mit einer jährliche Einzahlungssumme von 1.000 EUR und einer Bruttoverzinsung von 5 % zugrunde gelegt. Bei der Lebensversicherung wurden als Renditeabschlag einmalige Abschlusskosten von 4% sowie jährliche Verwaltungskosten in Höhe von 6 % berechnet. ein laufender Abschlag von 5 % sowie ein jährlich abzutretender Kapitalanteil von 1 % wurden beim Fondssparplan zugrunde gelegt.
Der Modellrechnung nach können Anleger bei einer Laufzeit von 12 Jahren bei einer Lebensversicherung mit einer Jahresrendite von 3,32 % rechnen, der gesamte Renditeabschlag liegt dabei mit 1,77 % nur sehr knapp über den Kosten beim Fondssparplan. Einen Gewinn von 2.848 EUR bringt Anlegern die Anlage von 12.000 EUR (Kosten: 1.865 EUR). Verlängert sich die Laufzeit auf 30 Jahre, wurde eine jährliche Rendite von 3,66 % errechnet (Abschlag: 1,34%).
Nach Berechnungen der Experten wirft der Fondssparplan bei 12 Jahren Laufzeit 52 EUR weniger ab, Verwaltungs- und Abschlusskosten liegen mit rund 1,82 % ein wenig höher (Rendite: 3,18%, Kosten: 1.917 EUR). Die Rendite steigert sich bei einer 30-jährigen Laufzeit auf 4,2 %, der Abschlag fällt mit 0,8 % deutlich geringer aus als bei der Lebensversicherung. Anleger streichen bei einer Laufzeit von 30 Jahren in einer Lebensversicherung 5.464 EUR mehr ein, bei den Kosten muss mit 9.372 EUR zudem weniger aufgebracht werden (Sparplan: 14.836 EUR).
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